Blüh- und Pflanzstreifen sollen bunter werden

Die Stadt Rietberg setzt verstärkt auf Biodiversität, also eine noch stärkere biologische Vielfalt bei der Bepflanzung und Bewirtschaftung von Beeten und Seitenstreifen und mehr. Dafür haben sich die Politiker im Umwelt- und Klimaausschuss jetzt ausgesprochen.

Alle dafür geeigneten Seitenstreifen und Verkehrsinseln, für deren Pflege die Stadt Rietberg zuständig ist, sowie extensiv genutzte Außenflächen städtischer Liegenschaften sollen möglichst artenreich und insektenfreundlich umgestaltet werden. Hintergrund ist ein bundesweiter Rückgang vieler Insektenarten.

Gleichwohl ist die Stadt Rietberg in diesem Bereich schon jetzt vorbildlich unterwegs: Auch die konventionellen Anpflanzungen von zum Beispiel Eichen, Kopfweiden und Obstbäumen tragen zur Biodiversität bei, da sie als insektenfreundlich gelten. Außerdem verzichten die Mitarbeiter der Baubetriebsabteilung im Stadtgebiet Rietberg bereits seit vielen Jahren größtenteils auf die Anwendung von Pflanzenschutzmitteln.

Da jedoch auch artenreiche Blüh- und Pflanzstreifen einer intensiven Pflege bedürfen, die im Einklang stehen muss zu Personalkapazitäten und finanziellen Ressourcen. Zur Fortsetzung der bisher geleisteten Arbeit sei daher ein entsprechendes Budget im Haushaltsplan 2019 erforderlich, heißt es aus dem Rathaus. Aus diesem Topf könnten dann auch Ideen umgesetzt werden wie zum Beispiel:

  • Erstellung von Infomaterial für Bürger zu Blüh- und Pflanzstreifen,
  • Saatmischungen für Blüh- und Pflanzstreifen könnten kostenlos abgegeben werden,
  • Vortrag: naturnahe Gartengestaltung (in Kombination mit den neuen Grundstückseigentümern der Klimaschutzsiedlung, im Herbst 2018 vorgesehen),
  • Gestaltung von Pachtverträgen (Flächenbevorratung),
  • Weiterentwicklung des Schutzes des Wildbienenvorkommens.

Darüber muss aber noch beraten werden.

Entschieden ist hingegen, dass sich auch die Stadt Rietberg an dem neuen »Runden Tisch für Artenschutz« einbringen will. Auf Ebene des Kreises Gütersloh wollen die Kommunen gemeinsam mit Vertretern von Westfälisch-Lippischem Landwirtschaftsverband, Gemeinschaft für Natur und Umweltschutz, Biologischer Station, Verein für Landschaftsschutz und Pflege, Biobauern und Gärtnern Erfahrungen austauschen und gemeinsam den Artenschutz im Kreis gestalten.

Bild: An der Ecke Schützenweg/ Eberhard-Unkraut-Straße hat der Landwirtschaftliche Ortsverein Rietberg-Bokel jüngst mit dem passenden Saatgut eine Honigbrache angelegt, die jetzt herrlich blüht. Die Stadt Rietberg hatte das Saatgut bereitgestellt. Foto: Stadt Rietberg

Quelle: Stadt Rietberg