Wirus in Rietberg-Mastholte will Betriebsgelände erweitern

Auf eine XXL-Entwicklung kann der Fenster- und Haustürenhersteller Wirus in Mastholte-Süd zurückblicken. In den 35 Jahren seit der Gründung hat sich das Unternehmen zu einem der führenden Fensterhersteller Deutschlands entwickelt. Bei einer Firmenbesichtigung erfuhr Bürgermeister Andreas Sunder jetzt von der geplanten Erweiterung des Betriebsgeländes an der Westenholzer Straße.

Mit ausschlaggebend für die gute Geschäftsentwicklung, so erläuterte Geschäftsführer Christoph Ruoff, sei die hohe Verlässlichkeit der Belegschaft. 200 Mitarbeiter arbeiten bei Wirus. Von ihnen erwartet Ruoff eine hohe Flexibilität, was die Arbeitszeiten angeht. Denn der Dienstplan orientiert sich an der Auftragslage und die Mitarbeiter werden nur mit verhältnismäßig kurzem Vorlauf zum Dienst eingeteilt.

Denn: bei Wirus wird alles nach Bedarf angefertigt – mit extrem kurzen Lieferzeiten. „Was wir morgens in die Produktion geben, steht abends auf dem Lkw zur Auslieferung. Das gilt sowohl für Fenster als auch für Haustüren“, erklärte Christoph Ruoff. Personalleiter Martin Lahme ergänzt: „Dass die Kollegen so gut mitziehen ist Teil unseres Erfolges.“ Die Unternehmenskultur wird von den Mitarbeitern gestaltet, gelebt und nach außen getragen.

„Bei Wirus Fenster nennen wir das den XXL-Anspruch“, erklärt Firmenchef Christoph Ruoff. Das dokumentieren die drei großen Buchstaben auf dem Betriebsgelände in Rietberg-Mastholte auch nach außen. Bürgermeister Andreas Sunder und Wirtschaftsförderer Jörn Frensemeier ließen sich jetzt die Fertigung und die Betriebslogistik erklären und zeigten sich von der effektiven Arbeitsweise beeindruckt.

„Billig billig“ hat bei Wirus in Mastholte keine Chance

Damit das funktioniert, läuft bei Wirus in Rietberg-Mastholte vieles anders: Es gibt kaum Lagerware. Und der Betrieb arbeitet mit einem selbstentwickelten EDV-System, das mit allen seinen Lieferanten vernetzt ist. Papierlose Büros sind hier wörtlich zu nehmen. Ein großes Hindernis ist dabei allerdings die schlechte Internetanbindung in der ländlichen Region. „Um konkurrenzfähig zu bleiben ist eine Verbesserung dringend erforderlich“, fordert Prokurist Norbert Stichling.

Der besondere Qualitätsanspruch zeichnet die Wirus-Fenster und -Haustüren aus und ist ein Kennzeichen des Mastholter Unternehmens. „Billig billig“ hat hier keine Chance. Der Vertrieb der jährlich rund 120.000 Fenster- und 7.000 Türeinheiten erfolgt ausschließlich über den qualifizierten Fachhandel. Geliefert wird bundesweit und auch nach Österreich, Luxemburg und Schweden.

Das Foto zeigt: Wirus-Geschäftsführer Christoph Ruoff, Bürgermeister Andreas Sunder, die Prokuristen Martin Lahme und Norbert Stichling sowie Rietbergs Wirtschaftsförderer Jörn Frensemeier (von links) bei der gemeinsamen Besichtigung der Wirus-Fenster- und -Haustüren-Produktion.