»Windelzuschuss« jetzt beantragen

Mit der Auszahlung eines »Windelzuschusses« unterstützt die Stadt Rietberg insbesondere Familien mit kleinen Kindern, aber auch pflegebedürftige Personen. Haushalte, in denen besonders viele Windeln in die Abfalltonnen wandern, können einen jährlichen Zuschuss von 40 Euro für die notwendigen größeren Müllgefäße erhalten.

Diese freiwillige Förderung hatte der Schul- und Sozialausschuss im vergangenen Sommer beschlossen. Der Windelzuschuss wurde nun zum 1. Januar dieses Jahres eingeführt. Anspruchsberechtigt sind Familien mit Kindern bis zum dritten Lebensjahr. Wird der Antrag einmal gestellt, so wird die Beihilfe für bis zu drei Jahre gewährt. Eine anteilige Zahlung oder Rückrechnung erfolgt nicht; so kann jede Familie den Zuschuss bis zu drei Jahre lang erhalten. Gefördert werden insbesondere auch pflegebedürftige, inkontinente Personen. Pflegeeinrichtungen und Kindertagesstätten werden allerdings nicht subventioniert.

Anträge – natürlich auch rückwirkend zum Jahresbeginn – können online gestellt werden. Auf der Internetseite der Stadt Rietberg gibt es unter www.rietberg.de > Rathaus > Abfallberatung > Windelzuschuss einen online ausfüllbaren Antrag im PDF-Format. Mit den nötigen Daten (Name, Adresse und Geburtstag der jeweiligen Person, Bankverbindung) ist die Antragstellung auch formlos per Brief möglich: an die Stadt Rietberg – Umweltteam.

Die Anträge werden zunächst gesammelt und bis Ostern abgearbeitet und beantwortet. Für pflegebedürftige Personen ist zusätzlich eine ärztliche Bescheinigung beizufügen beziehungsweise dem Online-Antrag anzuhängen.

Voraussetzung für den Erhalt der Beihilfe ist, dass die Haushalte mindestens eine 120-Liter-Restmülltonne nutzen. Gegebenenfalls ist eine Umstellung von der 80-Liter-Tonne nötig. Auch dafür ist das Umweltteam der Stadt der richtige Ansprechpartner. Die so entstehenden höheren Kosten für die Müllabfuhr werden mit 40 Euro je Person bezuschusst. Für zwei Kinder werden also 80 Euro ausgezahlt.

„Mit diesem möglichst unbürokratischen Verfahren wollen wir uns als Stadt Rietberg noch familienfreundlicher zeigen“, sagt Bürgermeister Andreas Sunder. Bisher sind bereits rund 50 Anträge bei der Stadtverwaltung eingegangen. Der Rat der Stadt Rietberg hat 20.000 Euro für diesen Zweck im Haushalt 2018 bereitgestellt. Das »Windelgeld« ist zunächst auf drei Jahre befristet. Anschließend soll vor dem Hintergrund der gesammelten Erfahrungen neu beraten werden.

Quelle: Stadt Rietberg