Unterstützung für Betreuer in der Flüchtlingshilfe

Die ehrenamtlichen Flüchtlingsbetreuer in allen Rietberger Stadtteilen haben Unterstützung bekommen. Zwei Ehrenamtskoordinatorinnen haben ihre Arbeit in Rietberg aufgenommen und wollen das Zusammenwirken von ehrenamtlichen und hauptamtlichen Hilfen noch besser aufeinander abstimmen.

Marlies Trötzer und Agnieszka Kukielka sind von nun an erste Ansprechpartnerinnen für alle ehrenamtlich Aktiven in der Flüchtlingshilfe. Sie sind die Schnittstelle zwischen dem Ehrenamt vor Ort und den Mitarbeitern in der Stadtverwaltung. Die Ehrenamtskoordinatorinnen sollen Helferinnen und Helfer schulen, den Informationsprozess über Hilfen für Flüchtlinge mitgestalten, weitere Projekte entwickeln und auch ein trägerübergreifendes Netzwerk für ehrenamtliche Flüchtlingshilfen aufbauen. Diesen Aufgabenbereich haben die Stadtverwaltung Rietberg und der Caritasverband für den Kreis Gütersloh vereinbart, wo die Koordinationsstelle angesiedelt ist.

Volker Brüggenjürgen, Caritas-Vorstand im Kreis Gütersloh, ist froh, die Ehrenamtskoordination in Rietberg mit Leben zu füllen. Für die Kreiscaritas ist dieses Aufgabenfeld zwar Neuland, aber „was hier in Rietberg an Helfern und Paten aktiv ist, ist kommunale Extraklasse. Wir treffen in Rietberg auf einen Umfang an ehrenamtlicher Hilfe, der seinesgleichen sucht.“ Da seit Beginn der ehrenamtlichen Flüchtlingshilfe die Helferinnen der Caritaskonferenzen in den Rietberger Stadtteilen Verantwortung übernommen haben, sei es nur konsequent, die Koordination der Ehrenamtlichen ebenfalls in die Hände der Caritas zu legen. Das sieht auch der Stadtrat so und hatte der Trägerschaft durch die Caritas in seiner Juli-Sitzung zugestimmt.

„Wir ergänzen uns prächtig und sind ein gutes Team“, sagt Marlies Trötzer über ihre neue Kollegin. Die Mastholterin hatte zuvor als Sozialarbeiterin im Jugendwerk Rietberg gearbeitet. Als Hausmeisterin der Jakobsleiter in Mastholte und in der dortigen Kirchengemeinde engagiert, ist sie bereits unweigerlich mit der Flüchtlingsarbeit in Berührung gekommen. „Ich bin beeindruckt, was hier in Rietberg schon gelaufen ist“, sagt Agnieszka Kukielka. Sie lebt selbst erst seit eineinhalb Jahren in Deutschland und kann die Situation der Flüchtlinge daher gut nachvollziehen. Bereits in ihrer Heimat Polen war sie bei der Caritas tätig und hatte mit der Begleitung von Ehrenamtlichen zu tun. „Wir können uns gegenseitig stärken und vertreten“, sagt Kukielka. Denn die beiden Frauen teilen sich diese Stelle beim Kreis-Caritasverband. Die Caritas beteiligt sich zu einem Viertel an den Personalkosten. Die Stelle ist zunächst auf zwei Jahre befristet.

„Wir werden von Seiten der Stadt alles tun, um eine gute Schnittstelle zu sein“, sagte jetzt Bürgermeister Sunder zum Auftakt der Ehrenamtskoordination. „Wir sind dieser nicht selbst gewählten Aufgabe der Flüchtlingsbetreuung bisher gut gewachsen“, so Sunder, „weil die Kollegen in der Fachabteilung gute Arbeit leisten und wir auf die Unterstützung vieler Ehrenamtlicher bauen können. Ich bin beruhigt, dass wir die Herausforderung der Integration mit Hilfe der Caritas nun noch besser meistern können.“

Die beiden Koordinatorinnen sind nun ab Januar im Wechsel tagsüber und an den Wochentagen an zentraler Stelle in der Stadt im Verwaltungsgebäude Bolzenmarkt 2 zu erreichen. Ihr Büro hat einen separaten Eingang direkt von der Straße und ist bewusst räumlich getrennt von der Fachabteilung Jugend, Soziales & Wohnen, die sich in der Alten Südtorschule befindet. Marlies Trötzer und Agnieszka Kukielka sind erreichbar unter Telefon 0151.44622055.

Bild: Abteilungsleiter Wilfried Dörhoff, Kreiscaritas-Vorstand Volker Brüggenjürgen, Marlies Trötzer und Agnieszka Kukielka, Fachbereichsleiter Stephan Tydecks und Bürgermeister Andreas Sunder (von links) gaben jetzt den Startschuss für die neue Aufgabe der Ehrenamtskoordination in der Flüchtlingshilfe. Foto: Stadt Rietberg

Quelle: Stadt Rietberg