Stadt stellt Pläne für Jugendhaus-Neubau vor

Direkt am Gartenschaupark, die Skateranlage gegenüber und das Freibad als Nachbar: Der mögliche neue Standort für ein Jugendhaus in Rietberg ist ideal. Ob das Gebäude tatsächlich wie von der Stadtverwaltung favorisiert, auf einem Teil der Freibadwiese am Torfweg errichtet wird, steht indes noch nicht fest. Denn das Planverfahren steckt noch in den Anfängen. Wie es einmal aussehen könnte, das haben Vertreter der Stadtverwaltung interessierten Bürgern jetzt frühzeitig im Rahmen einer Informationsveranstaltung präsentiert.

Der Abend im Ratssaal des Alten Progymnasiums bildete die dritte von insgesamt fünf Veranstaltungen, die sich mit Veränderungen des Stadtbilds im Zusammenhang mit dem City Outlet (CO) befassen. Weil die Alte Südtorschule künftig für Geschäftsräume genutzt werden könnte, bietet sich die Chance, das Jugendhaus an anderer Stelle neu und bedarfsgerecht zu bauen.

Angedacht ist ein eingeschossiger Bau mit Schmetterlingsdach, der etwa ein Drittel der 7000 Quadratmeter großen Liegefläche des Rietberger Freibads beanspruchen würde. Laura Fischer vom Planungsbüro Tischmann und Schrooten hatte erste Visualisierungen und einen Lageplan für die etwa 40 Interessenten dabei. Sie betonte: „Der schöne alte Baumbestand wird überwiegend erhalten und soll in die Planungen integriert werden.“ Das gesamte Plangebiet für den Neubau umfasst etwa 3000 Quadratmeter; die Hälfte dieser Fläche darf versiegelt werden.

Wie genau das Raumkonzept aussehen soll, wie das Jugendhaus vom Freibadgelände separiert werden kann und wie die Einrichtung gestaltet werden muss – diese Details stehen noch nicht fest. Die Gründe dafür erläuterte Bürgermeister Andreas Sunder den Anwesenden: „Wir befinden uns in einer sehr frühen Phase der Planungen. Derzeit sammeln wir alle Hinweise und Anregungen. Dann wird es eine frühzeitige Öffentlichkeits- und Behördenbeteiligung geben und danach diskutieren wir erneut in den politischen Fachausschüssen. Erst am Ende dieses Prozesses steht die Entscheidung darüber, ob und wie das Jugendhaus gebaut wird.“ Vorgesehen ist, dass die Kanuten des TuS Viktoria Rietberg direkt am Jugendhaus einen Standort erhalten. Die Nähe zur Ems wäre für die Aktiven ideal. Sie sind schon länger auf der Suche nach einem neuen Domizil.

Bedenken aus dem Auditorium, für die Freibadbesucher bleibe künftig zu wenig Platz, konnte der Bürgermeister ausräumen: Die aktuell sehr großzügig bemessene Wiese sei in den vergangenen Jahren höchstens an wenigen Tagen belegt gewesen. Auch die Frage danach, ob für gefällte Bäume Ersatz geschaffen wird, konnte mit Ja beantwortet werden. Denn die Stadt Rietberg pflanzt standardmäßig für jeden gefällten Baum zwei neue. Auch geklärt wird im Verfahren, wie mit einer Altlast (alter Hausmüll im Bereich der Freibadwiese) umgegangen wird.

Ansicht: Ein erster Entwurf des neuen Jugendhauses

Derzeit arbeitet die Stadtverwaltung einen Vorentwurf des Bebauungsplans Nr. 295 „Jugendhaus“ aus. Danach beginnt noch in diesem Herbst die frühzeitige Öffentlichkeits- und Behördenbeteiligung. Darüber hinaus soll im Schul- und Sozialausschuss in einer der nächsten Sitzungen ein Raumkonzept für den Neubau erarbeitet werden – in enger Abstimmung mit den Nutzern der Einrichtung.

Die Stadt Rietberg lädt alle Interessenten zu zwei weiteren Bürgerinformationsabenden ein: Am Donnerstag, 14. September, geht es um das Verkehrskonzept im Rahmen der City-Outlet-Planungen. Am Mittwoch, 11. Oktober, steht der Bereich Nordtor im Mittelpunkt. Beide Veranstaltungen beginnen jeweils um 19 Uhr im Ratssaal des Alten Progymnasiums.

Titelbild: Bürgermeister Andreas Sunder und Besucher der Versammlung

Foto, Ansicht und Quelle: Stadt Rietberg