Stadt fördert neue Passivhäuser

Im aktuellen Haushalt der Stadt Rietberg stehen noch 8.000 Euro an Fördergeldern für private Bauherren bereit, die bislang nicht abgerufen wurden. Denn die Stadt Rietberg bietet allen Bauwilligen im Stadtgebiet einen finanziellen Anreiz in Höhe von 3.000 Euro für den Bau eines Passivhauses.

Diese Förderung hatte der Rat der Stadt Rietberg im vergangenen Jahr auf den Weg gebracht. Seit Jahresbeginn haben bislang vier Bauherren diesen Zuschuss beantragt. Sie alle bauen in der Klimaschutzsiedlung „In den Emswiesen“. Nach Fertigstellung und baurechtlicher Abnahme der Häuser wird der Zuschuss ausgezahlt.

Aber eben nicht nur in der Klimaschutzsiedlung können Passivhäuser gefördert werden, sondern überall im Stadtgebiet Rietberg, wo gebaut werden soll. Der finanzielle Anreiz bezieht sich ausdrücklich auf Passivhäuser, weil diese im Vergleich mit beispielsweise einem Drei-Liter-Haus oder einem gewöhnlichen Wohnhaus den geringsten Energieverbrauch vorweisen.

Es handelt sich dabei um Häuser, die 90 Prozent weniger Heizwärme als herkömmliche Gebäude im Baubestand benötigen, unter anderem durch Dämmung und Lüftungsanlage mit hocheffizienter Wärmerückgewinnung. Der Wärmebedarf eines Passivhauses darf maximal 15 Kilowattstunden pro Quadratmeter im Jahr betragen – bildlich übersetzt würden 1,5 Liter Heizöl pro qm/Jahr benötigt, auch wenn tatsächlich natürlich nicht mit Öl geheizt wird. Zum Vergleich: Ein unsaniertes Haus aus zum Beispiel den 1960er-Jahren benötigt etwa 200 Kilowattstunden beziehungsweise rund 25 Liter Heizöl pro Quadratmeter jährlich.

Wer einen Zuschuss für ein geplantes Passivhaus in Anspruch nehmen möchte, kann sich mit einem formlosen Antrag per Post oder E-Mail an die Abteilung Räumliche Planung & Entwicklung wenden: Svenja Schröder, Telefon (05244) 986279, svenja.schroeder@stadt-rietberg.de. Insgesamt stehen bis zum Jahr 2020 jährlich 20.000 Euro Fördermittel für diesen Bereich zur Verfügung.

Mit einem weiteren Förderprogramm unterstützt die Stadt Rietberg junge Familien mit Kindern bei der Schaffung von Wohneigentum in gewachsener Umgebung: Mit dem Programm »Jung kauft Alt« wird der Erwerb von Altbauten gefördert. Also Gebäude, die mindestens 25 Jahre alt sind. Anspruchsberechtigt sind ausschließlich eheliche oder nichteheliche junge Lebensgemeinschaften und Alleinerziehende. Gefördert wird mit bis zu 3.000 Euro pro Altbau, aufgeteilt auf zwei Jahre. Auch die Erstellung eines Altbaugutachtens wird gefördert. Hier wurde in diesem Jahr erst ein Antrag gestellt. 2017 waren es fünf, im Jahr davor ebenfalls nur einer. Ansprechpartner ist hier Lara Thiesmann, Telefon (05244) 986394. Ein Antragsformular gibt es auf der Internetseite der Stadt Rietberg, www.rietberg.de > Leben in Rietberg > Bauen und Wohnen; oder direkt: https://www.rietberg.de/leben-in-rietberg/wohnen-bauen#ac9.

Bild: Gebaut oder saniert wird an vielen Stellen im Stadtgebiet. In manchen Fällen sind dafür auch Fördermittel der Stadt möglich. Foto: Stadt Rietberg

Quelle: Stadt Rietberg