Schützengilde spendet Tannenbaum-Erlöse für Flüchtlinge

Wenn die Jungschützen der Rietberger Gilde in der ersten Januarhälfte ausgediente Tannenbäume einsammeln, haben sie dabei das Wohl der Bürger im Hinterkopf, denn für die ist das ein bequemer Service. Aber sie denken auch an Menschen, denen es nicht so gut geht.

Denn den Geldbetrag, den die Rietberger für den komfortablen Abtransport ihrer Tannen freiwillig zahlen, spenden die Grünröcke für einen guten Zweck. Dieses Mal haben sie sich an den Bürgermeister gewendet, denn die Jungschützen möchten den Kindern von Asylsuchenden eine Freude bereiten.

Andreas Sunder wird die 800 Euro der Schützen nun an die Organisationen weiterleiten, die sich ehrenamtlich bei der Betreuung der Flüchtlinge engagieren. Sie sollen entscheiden, wie das Geld am sinnvollsten aufgeteilt wird. Weil die Helfer die Menschen und ihre Bedürfnisse sehr gut kennen und genau wissen, wo etwas gebraucht wird, sollen sie die Anschaffung von Spielzeugen koordinieren.

Tobias Melies von der St.-Hubertus-Schützengilde erklärt, wie die Idee zustande gekommen ist: „Den Erlös unserer Abholaktion stiften wir jedes Jahr. Einzige Bedingung ist, dass die Summe Menschen bei uns vor der Haustür zu Gute kommt. Weil aktuell so viele Flüchtlinge Schutz bei uns suchen, haben wir uns dazu entschieden, einen Teil des Geldes für deren Kinder zu spenden. Der Rest ist wie immer für die Jugendarbeit in unserem Verein bestimmt.“

„Eine absolut tolle Idee“ sei das, das sagt Bürgermeister Andreas Sunder und ergänzt: „Ich finde es besonders ehrenwert, dass junge Menschen sich Gedanken darüber machen, wie es Flüchtlingen geht, die wohlmöglich alles verloren haben. Ich freue mich sehr über diese Aktion.“

Das Foto zeigt die Schützen und Bürgermeister Andreas Sunder. Foto: Schützengilde Rietberg