Schöner sanieren mit Geld von Stadt und Land

Wo Neuenkirchener bis zum Jahr 2003 Blumen kaufen konnten, ist heute ein Steuerberater ansässig. Das ist aber auch schon alles, was sich im Haus Lange Straße 116 grundlegend verändert hat. Das hübsche Äußere der Immobilie mit dem Baujahr 1903 ist geblieben – und sogar noch schöner geworden. Denn die verzierte Klinkerfassade hat einen frischen Anstrich bekommen, und zwar mit finanzieller Unterstützung der Stadt Rietberg.

Aus der Zeitung hatte Dorothea Grote erfahren, dass sie Fördermittel beantragen kann, wenn ihr Haus aufgehübscht wird. „Eine ganz tolle Idee, finde ich. Die Fassade wollte ich ohnehin streichen lassen. Da kam das Förderprogramm für mich natürlich wie gerufen“, berichtet die 76-jährige Eigentümern. Sie selbst war lange Jahre Inhaberin des Blumengeschäfts, das sie dann in den 1980er-Jahren an einen anderen Betreiber übergab. Heute hat sie die Lange Straße 116 vermietet – das Ladenlokal im Erdgeschoss und darüber eine Wohnung.

Seit einem Jahr gibt es die Fördermöglichkeit für Privatleute in Neuenkirchen. Sie ist ein Baustein in dem Bestreben, den Stadtteil noch attraktiver zu gestalten. Die Stadt Rietberg vergibt die finanziellen Mittel mit Unterstützung vom Land. Förderfähig sind ganz unterschiedliche Maßnahmen, die Gebäude oder Freiflächen deutlich aufwerten. Das kann zum Beispiel ein neues Dach, ein neuer Zaun oder ein neu angelegter Garten sein – nur einige Beispiele. Die Idee: Für jeden privat investierten Euro gibt es einen Euro Förderung, so dass sich Stadt und der Eigentümer die Kosten teilen. Einzige Bedingung: Die Immobilie oder die Fläche müssen im Stadtkern liegen. Die Stadt Rietberg entscheidet individuell über jedes Anliegen. Vor einem Papierkrieg braucht sich niemand zu fürchten, denn der Antrag ist in wenigen Minuten ausgefüllt.

Dorothea Grote kann das Förderprogramm nur weiterempfehlen. Ihr Haus in einem guten Zustand zu erhalten, das ist ihr wichtig, sagt sie. „Über die Finanzspritze als Zuschuss hat sich mein Konto sehr gefreut.“ Bürgermeister Andreas Sunder freut sich über jeden, der investieren möchte. „Alle Gebäude sind jeweils ein Teil von Neuenkirchen. Und wer dafür sorgt, dass sie gut in Schuss sind, trägt automatisch zur Verschönerung des Stadtteils bei.“

Ausführliche Informationen zum Förderprogramm gibt es auf www.rietberg.de unter „Leben in Rietberg“ – „Bauen & Wohnen“ – „Förderprogramme“. Ansprechpartner im Rathaus ist Jörn Frensemeier von der Abteilung Räumliche Planung und Entwicklung, Rügenstraße 1, Erdgeschoss. Er ist erreichbar unter Tel. 05244 – 986 278 oder per E-Mail an joern.frensemeier@stadt-rietberg.de.

Bild: Die Außenfassade nach dem Anstrich. Foto: Stadt Rietberg