Schlüsselrückgabe: Stadt Rietberg wieder fest in Sunder-Hand

Die Karnevalszeit in Rietberg ist zu Ende und im Rathaus hat wieder der Bürgermeister das Sagen. Traditionell gab Simon I. Tölle, Prinz der Grafschaftler Karnevalsgesellschaft Rietberg, am Veilchendienstag den Rathausschlüssel an Andreas Sunder zurück. Wenn auch ungern. Prinz Simon mochte kaum loslassen und Stadtoberhaupt Sunder musste schon kräftig ziehen, um den Schlüssel zurückzubekommen.

„Wir waren überwältigt und bewegt von diesem Karnevalsfest“, sagt Prinz Simon I. Tölle, auch im Namen seiner Frau Andrea I. Knigge-Tölle, die zum Zeitpunkt der Schlüsselübergabe leider erkrankt war. „Es war für uns beide ein fantastisches Erlebnis. Es ist toll zu sehen, wie in Rietberg Karneval gefeiert wird und viele Aktive daran beteiligt sind.“

Auch Andreas Sunder ließ das Karnevalswochenende nicht unbeeindruckt. „Ihr wisst“, sagte er an die Grafschaftler gerichtet, „dass auch ich längst von dem Karnevalsbazillus infiziert bin und so manche Spitze mit einem Lachen wegstecken kann, die ein Bürgermeister einfach aushalten muss.“ Der Karneval in Rietberg sei eine „Marke für die Stadt und ein schönes verbindendes Element“.

Mit der Schlüsselrückgabe ist nun wieder ein geregelter Alltag in Rietberg möglich. Fünf Tage lang galt in der Innenstadt quasi der Ausnahmezustand. Mit drei prächtigen Umzügen und ausgelassener Feierei hatten zehntausende Jecken und Narren in Rietberg gefeiert.

„Helau to go“ in Rietberg ein absoluter Erfolg

„Alles hat wunderbar geklappt“, resümierten Präsident und Elferrat das närrische Wochenende sowie die Wochen zuvor – inklusive der gelungenen Sitzungen in den Ortsteilen. Mit dem Kneipenkarneval unter dem Motto »Helau to go« hat der Karneval gerade für die Rietberger Bürger eine Attraktion am Samstagabend gewonnen, die gerade in der heißen Phase eine Lücke schließt.

Ehrenpräsident Gerd Muhle lobte ausdrücklich das neue Konzept, das auf einer Idee der Küken fußt, und das ganz bewusst Raum für Improvisation und Spontaneität lässt. „Daran wollen wir festhalten und die Initiatoren nach Kräften unterstützen“, fasste Sitzungspräsident Michael Isenborth in seinem Fazit zusammen. Er bedankte sich ausdrücklich bei den Helfern des Deutschen Roten Kreuz, beim Ordnungsamt der Stadt und nicht zuletzt den Mitarbeitern des Bauhofes, die die Überreste der Feierei beseitigt hatten.