Rietberger Maibaum wird wieder aufgestellt

Die Kernstadt-Vereine bereiten in diesen Tagen die Zweitauflage eines Festes zum Aufstellen ihres Maibaumes vor. Am 6. Mai ab 18 Uhr kann mit Ende des turnusmäßigen Wochenmarktes auf der Fläche zwischen dem Rathaus Rügenstraße und dem Pfarrheim St. Johannes gefeiert werden. Die Rietberger Jäger haben ihr Kommen zugesagt und werden rund um den kurzen offiziellen Teil musikalisch für Stimmung sorgen. Den Tanz um den mächtigen Baumstamm übernehmen die Mädchen und Jungen des DRK-Kindergartens Emshöhle. Sie engagieren sich auch schon im Vorfeld für die Aktion und schmücken die großen Kränze, an denen danach 24 Wappen von Vereinen und Verbänden des Stadtteiles angeschraubt werden. Das geschieht vor Ort in luftiger Höhe schon vor dem Festabend. Verantwortlich dafür zeichnet der Löschzug Rietberg der Freiwilligen Feuerwehr, der dafür die Drehleiter einsetzen wird. Dass die Baumaufstellung eine Gemeinschaftsaktion ist, zeigt sich am 6. Mai in der Beteiligung der Vereine, die die Imbiss- und Getränkestände betreuen. Der Erlös des Festes wird zum Teil für die Kosten rund um die Aktion verwendet, zum Teil geht er an den DRK-Kindergarten als Dank für die Unterstützung.

Knapp 15 Monate ist es erst her, da gründete sich auf Initiative des Ortsvorstehers Engelbert Ottemeier die Interessengemeinschaft Rietberger Vereinebaum. Was anfangs niemand für möglich gehalten hätte, die Realisierung des Projektes gelang noch im gleichen Jahr. „Nicht nur die Menschen in den kleineren Dörfern halten zusammen, wir hier im größten Stadtteil tun das  auch“, so Ottemeier. Schützen und Feuerwehr, Sportler, Karnevalisten und Musiker stemmten den Kraftakt, binnen kürzester Zeit die gar nicht so einfache Standortfrage zu lösen. Denn: die historische Innenstadt ist in Gänze denkmalgeschützt. Letztlich kam die Genehmigung für die Errichtung des Stammes, ihn stellte die Stadt aus ihrem Fundus bereit, am sogenannten neuen Markt. Zwei dutzend Vereine orderten Wappen, die ein heimischer Schildermacher rechtzeitig fertig stellen konnte. Die Embleme mussten über den Winter überarbeitet werden. Sie erhielten eine neue Beschichtung, die Blendreflektionen bei Sonneneinstrahlung vermeiden hilft. Die Interessengemeinschaft Rietberger Vereinebaum stellte sich aus logistischen Gründen unter das Dach des örtlichen Heimatvereins, dessen Vorsitzender Dr. Michael Orlob das Projekt von der ersten Idee an unterstützte. Das erste Fest rund um das neue Wahrzeichen der Innenstadt übertraf dann vor einem Jahr alle Erwartungen. Mehrere hundert Besucher wohnten dem Zeremoniell bei und feierten anschließend bis in die Nacht hinein. „Wir hoffen, dass wir auch dieses Mal wieder eine hohe Resonanz erfahren werden“, so Ottemeier. Im Vorjahr war die Aktion gekoppelt worden mit einer Veranstaltung der Interessengemeinschaft Rathausstraße. Die ist allerdings am kommenden 6. Mai nicht mit einer solchen dabei.

Foto: Über den Winter war von ihm nichts zu sehen – jetzt wird der Vereinebaum inmitten des historischen Stadtkernes wieder aufgestellt. Am 6. Mai folgt die Zweitauflage der Veranstaltung mit Live-Musik, Tanz und Geselligkeit auf dem sogenannten neuen Markt nahe der Rügenstraße.