Rietberger BVB- & S04-Fanclubs laden Samstag zum 3. Derby-Cup

Aller guten Dinge sind Drei: Bei der dritten Ausgabe des Derby-Cups mit BVB- und Schalke-Fanclubs am kommenden Samstag, den 27. Dezember will der Rietberger S04-Fanclub „KleinSchalke04“ endlich triumphieren – schließlich konnten die Kontrahenten des heimischen BVB-Fanclubs „Grafschaft Dortmund“ beide Turniere bislang gewinnen. Schirmherr der von Viktoria Rietberg organisierten Veranstaltung ist Hans Sarpei, der dabei sicherlich auch eher den Schalkern die Daumen drücken wird.

Was im Jahre 2012 aus einer fixen Idee entstand, hat sich zu einem wahren Publikums-Magnet entwickelt: Der von den beiden Rietberger Fanclubs organisierte Hallen-Cup steht dabei aber nicht nur in Rietberg hoch im Kurs, sondern auch im benachbarten Umfeld. „Wir mussten dieses Jahr sogar einigen Fanclubs absagen, weil das Teilnehmerfeld schon voll ist“, erzählt Orga-Mitglied Fabian Reinkemeier von zahlreichen Anfragen befreundeter Fanclubs.

Zusagen konnte er dagegen den Thüler Borussen und den BVB-Freunden Ennigerloh, die auch beim dritten Mal mit einer Mannschaft antreten. Neu hinzugekommen sind die Oelder Borussen, die die Schwarz-Gelbe Gruppe zusammen mit dem Rietberger BVB-Fanclub komplettieren. Auf Seiten der Königsblauen konnte der Vorsitzende Lothar Brummel die Gast-Vereine aus Thüle, Mantinghausen und Delbrück für das Turnier gewinnen; die KleinSchalke-Mannschaft führt die Gruppe selbstredend an.

Schwarz-Gelb und Blau-Weiß im Einklang: Andre Potthoff, Siggi Held, Petra Stücker, Holger Hanhardt, Petra Stücker, Artur Saager, Ingo Anderbrügge, Lothar Brummel, Reiner Bary und Martin Pott beim Derby-Cup 2013.

Schwarz-Gelb und Blau-Weiß im Einklang: Andre Potthoff, Siggi Held, Petra Stücker, Holger Hanhardt, Petra Stücker, Artur Saager, Ingo Anderbrügge, Lothar Brummel, Reiner Bary und Martin Pott beim Derby-Cup 2013.

„Blau-Weiß gegen Schwarz-Gelb geht auch ohne Gewalt“

Ab 17.30 Uhr werden die acht Mannschaften am Samstag Abend in der Sporthalle im Schulzentrum zunächst in den beiden Gruppen die Platzierungen ausspielen, ehe es im Anschluss in den Platzierungsspielen in den vier Derbys um mehr als nur um einen Sieg geht. „Uns ist es aber wichtig zu zeigen, dass Prestige zwischen blau-weiß und schwarz-gelb auch ohne Hass und Gewalt möglich ist“, unterstreicht Lothar Brummel den Sinn des Turniers, auch wenn natürlich keine der beiden Fanlager gegen „die Anderen“ verlieren möchte.

Doch die beiden ersten Auflagen haben gezeigt, dass der Ehrgeiz zwar auf beiden Seiten sehr hoch ist, es aber nicht mehr als kleine Nickligkeiten gibt. „Das ist bei Hallenturnieren aber normal. In beiden Jahren ist es friedlich geblieben“, blickt Fabian Reinkemeier von den Grafschaftlern zufrieden auf die Derby-Cups eins und zweu zurück. Nachdem im vergangenen Jahr der TV-Kommentator und bekennende BVB-Fan Hansi Küpper die Schirmherrschaft übernahm, freuen sich die Verantwortlichen, dass in diesem Jahr der Ex-Schalker und Kult-Star Hans Sarpei dieses Amt übernommen hat.

Triple für Grafschaft Dortmund in greifbarer Nähe

Siegerjubel: Im vergangenen Jahr konnte der Rietberger BVB-Fanclub "Grafschaft Dortmund" den Titel erfolgreich verteidigen.

Siegerjubel: Im vergangenen Jahr konnte der Rietberger BVB-Fanclub „Grafschaft Dortmund“ den Titel erfolgreich verteidigen.

Gerne übernehmen möchte der Rietberger BVB-Fanclub „Grafschaft Dortmund“ sicherlich erneut die Ehre des Turniersiegers, denn damit hätte man das Triple komplettiert und dürfte den großen vom Ford Autohaus Ebbert gesponserten Pokal behalten. „Das wäre Balsam auf unsere geschundene Fan-Seele“, gibt Grafschaft-Chef André Potthoff mit Blick auf die Bundesliga-Tabelle offenkundig zu. Doch die Schalker und auch die anderen BVB-Fanclubs werden dies verhindern wollen.

Und so darf man sich auch in diesem Jahr wieder auf ein tolles Turnier mit hoffentlich packenden, aber fairen Begegnungen freuen. Im Anschluss an das Turnier werden die Mannschaften dann wieder wie gewohnt zusammen auf der Players-Night feiern – friedlich und ohne Hass oder Gewalt. Und gerade dann zeigt sich immer wieder, welchen Stellenwert dieses Fanclub-Turnier mittlerweile genießt.