Rietberg verteidigt Rang 4 in Solarbundesliga

In der Solarbundesliga hat Rietberg den 4. Platz aus dem Vorjahr erfolgreich verteidigt. Im bundesweiten Vergleich der mittelgroßen Städte liefert die Stadt Rietberg in Sachen Solarstromproduktion das zweitbeste Ergebnis in Nordrhein-Westfalen. Denn: 13,6 Prozent des städtischen Stromverbrauchs werden mit Hilfe der Sonne produziert.

Die Solarbundesliga ist ein Wettbewerb zwischen Kommunen, den die Fachzeitschrift Solarthemen zusammen mit der Deutschen Umwelthilfe veranstaltet. Mit einer Urkunde ausgezeichnet werden Städte und Gemeinden aus dem ganzen Bundesgebiet, die in einer der Kategorien auf den ersten fünf Plätzen landen. Gewertet wird in insgesamt 13 Größen- und Energieklassen.

In der Klasse der Solarstromproduktion hat sich Rietberg unter 269 Kommunen auf Platz 4 behauptet. Obwohl sich die städtischen Zahlen verbessert haben. Als stärkste Stadt in NRW wurde Rietberg von der Stadt Vreden (Regierungsbezirk Münster, Platz 2) überholt.

Fotovoltaik deckt bereits 13 Prozent des Strombedarfs

Gewertet werden in den Kategorien sowohl Strom als auch Wärme aus Sonnenenergie. Für jedes Watt Leistung pro Einwohner gibt es einen Punkt. So kommt Rietberg auf insgesamt 1770 Punkte. 246 Punkte mehr als im Vorjahr. Da jetzt auch der große Solarpark auf der früheren Mülldeponie im Stadtteil Westerwiehe hinzugerechnet wurde, ist Rietbergs Bilanz noch einmal gestiegen.

Mit Blick auf diese Werte sieht Bürgermeister Andreas Sunder die Stadt Rietberg „auf dem richtigen Weg zu einer energieautonomen Stadt“. Denn das hat sich die Stadt Rietberg bis zum Jahr 2030 als großes Ziel gesetzt.

Produktion von 29.000 Megawatt Strom im Jahr

1.400 Photovoltaik-Anlagen auf privaten Häusern, landwirtschaftlichen Gebäuden und Firmendächern im Stadtgebiet produzieren rund 29.000 Megawatt Strom im Jahr. „Das reicht, um mehr als 7.300 Durchschnitts-Haushalte zu versorgen“, hat Rietbergs Klimamanagerin Anika Hering ausgerechnet. Rietberg deckt damit bereits 13,6 Prozent des gesamten Strombedarfs im Stadtgebiet durch Sonnenstrom.

Hinzu kommen noch die 19 Biomasseanlagen im Stadtgebiet, die genauso viel Strom produzieren wie die Solaranlagen. Zusammen mit den drei Windkraftanalagen in Druffel sowie Energie aus Wasserkraft und Klärgas werden in Rietberg bereits etwa 29 Prozent des gesamten Stromverbrauchs der Stadt aus Erneuerbaren Energien gedeckt. Doch in der Solarbundesliga wird nicht nur die Stromproduktion bewertet, auch die Fläche der solarthermischen Kollektoren fließt in die Bewertung mit ein,