Rietberg – 7 mal sympathisch

Die Stadt Rietberg ist nicht zuletzt seit der Austragung der Landesgartenschau im Jahre 2008 ein Publikumsmagnet im Kreis Gütersloh und in Ostwestfalen-Lippe. Zahlreiche auswärtige Besucher strömen in der Woche, vor allem aber am Wochenende durch die Innenstadt von Rietberg oder durch den Gartenschaupark. Mit seinen zahlreichen, kulturellen Höhepunkten lockt die Stadt ebenfalls viele Besucher in die Stadt.

Stadtwappen Stadt RietbergMit rund 28.000 Einwohnern zählt Rietberg längst nicht mehr zu den kleinen Städten in NRW. Aufgeteilt auf die sieben Ortsteile Bokel, Druffel, Mastholte, Neuenkirchen, Rietberg, Varensell und Westerwiehe bietet die Stadt Rietberg einen besonderen Flair, der seinesgleichen sucht. Denn die Bewohner sind stolz auf ihre Zugehörigkeit zur Stadt. Und so hat der Slogan „Rietberg – 7 mal sympathisch“ noch heute Bestand – und dass nicht nur so daher gesagt.

Denn Rietberg wäre ohne seine Ortsteile nicht mal halb so schön, wie es eigentlich ist. Die Ortsteile mit ihren verschiedenen „Charakteren“ birgt nicht nur für Gäste eine tolle Mischung, sondern schafft auch ein tolles Miteinander, das lediglich durch kleine Schamützel und Nickligkeiten untereinander – selbstverständlich eher spaßig gemeint – hier und da leicht ins Wanken gerät.

Vor allem im Sport – hier größtenteils im Fußball – ist die kleine Rivalität unter den Ortsteilen deutlich zu spüren. So sind die Duelle zwischen DJK Bokel und SG Druffel nicht nur im Stadtgebiet bekannt. Im Handball sieht die Rivalität schon anders aus: Mit der HSG Rietberg-Mastholte haben sich sogar die beiden großen Ortsteile Mastholte und Rietberg zu einem Verein zusammengeschlossen. Im Norden gibt es dieses Gemeinschaft darüber hinaus zwischen Neuenkirchen und Varensell – die SG Neuenkirchen-Varensell spielt ebenfalls schon seit Jahren unter dem gemeinsamen Mantel.

Die geografische Einordnung von Rietberg

Südlich im Kreis Gütersloh liegend, zählt die Stadt allerdings zumindest politisch zum Regierungsbezirk Detmold und ist vor allem für seine schöne Innenstadt und die Ems bekannt. Quer durch die Stadt verlauft eben diese Ems und verleiht Rietberg dadurch das gewisse Etwas, das von Außenstehenden und Besuchern geschätzt und geliebt wird. Gerade im Ortskern rund um die Rathausstraße faszinieren die zahlreichen aneinander liegenden Giebel der teilweise bereits im 16. oder 17. Jahrhundert erbauten Häuser.

Daher ist Rietberg auch als „Stadt der schönen Giebel“ bekannt, mit dessen Slogan man auch bis heute noch wirbt. Aufgrund zahlreiche Umbau-Maßnahmen im Zuge der Landesgartenschau im Jahre 2008, verdient sich die Stadt seit 2009 den Zusatz „Staatlich anerkannter Erholungsort“. Diesen Zusatz verdiente man sich durch die Errichtung aus Ausweitung der Kur- und Erholungsgebiete, die während der LGS 2008 (aus)gebaut wurden. Im Jahr 2011 wurde Rietberg darüber hinaus in den Kreis der „Fahrradfreundlichen Städte“ aufgenommen.

Die (politische) Geschichte der Stadt Rietberg

Die Geschichte der Stadt geht dabei weit in die Vergangenheit. So tauchte der Name „Rietbike“ bereits im zwölften Jahrhundert erstmals auf, ohne jedoch auf genau den heutigen Standort hinzuweisen. Zusammen mit seinen Ortsteilen besteht die Stadt Rietberg als solche seit dem Jahre 1970, als man zum Jahreswechsel zu einer Stadt zusammengelegt wurde. Die beiden Gemeinden Moese und Mastholte wurden im Zuge der Zusammenlegung zur Stadt Rietberg zum heutigen Ortsteil „Mastholte“ zusammengefasst.

Erster Bürgermeister der neuen Stadt Rietberg wurde 1970 Franz Funke, der diesen Posten jedoch nur drei Jahre inne hatte. Es folgten die jeweils zweijährigen Amtszeiten von Hans Paehler (1973 – 1975) und von dessen Nachfolger Josef Kühlmann (1975 – 1977), ehe die langjährige Amtsübernahme vom gebürtigen Neuenkirchener Hubert Deittert folgte. Deittert wurde 1977 Bürgermeister in der Stadt an der Ems und erst 1997, also rund 20 Jahre später von seinem Nachfolger André Kuper abgelöst.

Der ebenfalls der CDU angehörende Kuper übernahm 1997 den Posten des Bürgermeisters von seinem Vorgänger Deittert und wurde zugleich erster hauptberuflicher Bürgermeister der Stadt Rietberg. 1999 setzte er sich bei der Bürgemeister-Wahl mit sagenhaften 82,9 Prozent der Stimmen durch. Auch bei den Wahlen 2004 (77,1 %) und 2009 (73,39 %) lag der Bürgermeister-Kandidat der CDU in Rietberg klar vorne, ehe er 2012 bei der Landtagswahl mit knapp 50 Prozent der Erststimmen via Direktmandat in den NRW-Landtag gewählt wurde.

Andreas Sunder - Bürgermeister RietbergSeit 08. November 2012 regiert der neue Bürgermeister Andres Sunder in Rietberg. Als erster „Nicht-CDU´ler“ konnte er die Wahl 2012 gegen die CDU-Kandidatin Bärbel Diekhans für sich entscheiden. Das Mitglied der FWG holte mit einer beeindruckenden und so nicht zu erwartenden Mehrheit von über 70 Prozent der Wahlsieg in der Emsstadt.

Kultur in Rietberg – Cultura, VoBa-Arena und Progymnasium

Gerade durch die Austragung der Landesgartenschau 2008 ist der Kultur-Bereich in Rietberg enorm gewachsen. Der längst in Rietberg etablierte Verein „kulturig e.V.“, der bereits vor der großen Blumenschau einen fulminanten Job in Sachen Kultur in Rietberg vollbrachte, schafft es Jahr für Jahr ein sensationelles Programm auf die Beine zu stellen, bei dem alle Altersgruppen auf ihre Kosten kommen.

Neben dem Alten Progymnasium Rietberg und dem ehemaligen Kolpinghaus in Rietberg, war die Aula des Schulzentrums vor der Gartenschau die Bühne für alle Konzerte, Comedy-Veranstaltungen und Theater-Aufführungen der Stadt.

Mit der Landesgartenschau 2008 kamen die Volksbank-Arena und die Cultura Rietberg zu den Orten der kulturig-Veranstaltungen hinzu. Eines der ersten Highlights in der neuen Arena war der Auftritt der damals durchstartenden Band „Culcha Candela“, die mit ihrem damaligen Nr. 1-Hit „Hamma“ rund 2000 Besucher in der Volksbank-Arena begeisterten. In all den Jahren gaben sich aber auch Größen wie Anna-Maria Zimmermann, Jürgen Drews, De Höhner, BAP oder auch die No Angles die VoBa-Arena-Klinke in die Hand.

ROM bewegt die Gemüter und wird zur Cultura Rietberg

Ingo Oschmann Mitglied kulturigDie damals als „Blechbüchse“ bezeichnete ROM (Rhein-Oper-Mobil) wurde auf dem Gelände des Gymnasium Nepomucenum Rietberg errichtet – sehr zum Ärger des GNR. Zumindest vorerst. Auch hier durften sich die Rietberger bereits über Stars wie Mirja Boes, Matze Knop, Blääck Föös, Die Prinzen oder auch Ingo Oschmann freuen. Letzterer war von kulturig-Chef Volker Pappert und seinem Team so begeistert, dass er seit seinem ersten Auftritt offizielles kulturig-Mitglied ist.

Im Rahmen des Tommy-Emmanuel-Gitarren-Festivals kamen nicht nur pro Jahr mehrere hundert Besucher aus ganz Deutschland und den angrenzenden Ländern in die „Stadt der schönen Giebel“, sondern auch die Stars der Gitarren-Welt. Neben Gastgeber Tommy Emmanuel – der wohl weltbeste Gitarrist – waren auch Buster B. James, Joscho Stephan oder auch Pat Bergeson in Rietberg vertreten.

Ein geniales Line-up, das nicht nur beim Guitar-Festival erreicht wurde, sondern sich Jahr für Jahr durch das Jahresprogramm von kulturig in Rietberg zieht. Die Mischung aus Musik, Kabarett und Lesungen erreicht nicht nur eine breite Masse, sondern schafft auch immer wieder ausverkaufte Veranstaltungs-Orte – garantiert!

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