Radweg-Lückenschluss von Varensell nach Gütersloh geplant

Freie Fahrt für alle Radfahrer auf dem Weg von Varensell nach Gütersloh. Das streben jetzt die Städte Rietberg und Verl an. Gemeinsam wollen sie den Radweg an der Varenseller Straße fortführen. Politiker beider Städte hatten Unterschriften für einen baldigen Lückenschluss gesammelt und auch die Bürgermeister, Andreas Sunder aus Rietberg und Paul Hermreck aus Verl, haben sich diesbezüglich bereits mehrfach ausgetauscht. Gemeinsam beantragen sie nun beim Landesstraßenbauamt die Schaffung eines Bürgerradweges.

Aus Varensell kommend endet der Radweg auf Höhe des Westfalenweges. Auf einer Länge mehr als einem Kilometer müssen Radfahrer, die nach Gütersloh wollen, auf der Fahrbahn direkt neben den Autos weiterfahren. Auf Rietberger Stadtgebiet fehlen 570 Meter Radweg, auf Verler Gebiet – von der Bronzestraße bis zur Gütersloher Straße – 704 Meter. Dass die Lücke geschlossen werden muss, ist seit vielen Jahren ein Wunsch der Bürger

Der Lückenschluss war schon bei den von Bürgermeister Andreas Sunder durchgeführten Bürgerversammlungen im vergangenen Herbst eines der wichtigen Themen in Rietberg. „Deshalb freue ich mich, dass wir hier nun Fortschritte machen“, sagt Sunder. Als fahrradfreundliche Stadt hat sich die Stadt Rietberg ohnehin auf die Fahnen geschrieben, die Radwegeverbindungen im Stadtgebiet weiter zu verbessern. „Der Schlüssel zur Realisierung ist schließlich der Grunderwerb“, sagt Paul Hermreck. Das ist nun der nächste Schritt.

Bestes Beispiel zwischen Varensell und Lintel

In Verl wäre dies der erste Bürgerradweg. Im Stadtgebiet Rietberg gibt es bereits gelungene Beispiele, etwa zwischen Varensell und Lintel oder auch entlang der Detmolder Straße. Unterstützung für dieses Vorhaben leisten Ratsfrau Anneliese-Schulte-Döinghaus aus Rietberg sowie der Verler Ratsherr Ulrich Pollmüller. Sie haben rund 500 Unterschriften gesammelt, die sie nun am Ende des Radweges in Varensell an die beiden Bürgermeister übergaben.

Andreas Sunder und Paul Hermreck bedankten sich für den Einsatz der Lokalpolitiker und erklärten, dass dieser Lückenschluss „ein gutes Beispiel unserer interkommunalen Zusammenarbeit“ ist, so Sunder. In beiden Rathäusern werde bereits über einen Bürgerradweg beraten.

Mit dem Modellprojekt Bürgerradwege ermöglicht es das Land, Radwege an Landesstraßen unbürokratisch auch dann zu realisieren, wenn im normalen Bauprogramm dafür keine Mittel zur Verfügung stehen. Notwendig ist dafür das bürgerschaftliche Engagement vor Ort: Dann kann mit Beteiligung lokaler Bauunternehmen und in Kooperation mit Stadt, Kreis und Landesbehörde eine Fahrradverbindungen – gegenüber der üblichen Bauweise – mit reduziertem Standard gebaut werden. Dennoch entsprechend auch Bürgerradwege immer dem Stand der Technik und den Sicherheitsanforderungen.