MDL Kuper: „Aramäische Christen sind eine Bereicherung“

„Die rund 30.000 aramäischen Christen in NRW sind eine wirkliche Bereicherung für unser Land.“ Dieses Statement trifft der heimische Landtagsabgeordnete und Stellvertretende Vorsitzende der CDU-Landtagsfraktion, André Kuper, mit Blick auf ein hochrangig besetztes Treffen. Aus Anlass des zweiten Jahrestages der, vermutlich durch IS Terroristen, Verschleppung des syrisch-orthodoxen Metropoliten Mar Gregorios Yohanna Ibrahim und des griechisch-orthodoxen Erzbischofs Boulos Yazigi im syrischen Aleppo hatten die Landtagsfraktion und der Bundesverband der Aramäer zu einem Werkstattgespräch eingeladen.

„Religion ist ein Menschenrecht. Wir müssen alle Menschen schützen die wegen ihrer Glaubensrichtung verfolgt werden“, so André Kuper. Wenn man bei diesem Treffen den Blick besonders auf die aramäischen Christen gerichtet habe, dann deshalb weil Christen jene Religionsgruppe seien die weltweit am meisten verfolgt würden. Für CDU-Landtagsfraktionsvorsitzenden Armin Laschet standen die beiden entführten Bischöfe, von denen seither jede Spur fehlt, stellvertretend „für die dramatische Lage von Christen insbesondere auch in Syrien und im Irak“.

Laschet: „Die Sorge wächst, dass dort, wo schon sehr früh christliche Gemeinden entstanden, wo im Gottesdienst noch die Sprache Jesu gesprochen wird, bald kein christliches Leben mehr existiert.“

André Kuper, der als Organisator und Moderator zahlreiche Gäste aus dem kirchlichen Leben, der Politik und den Aramäer Verbänden begrüßen konnte, stellt fest: „Gerade in NRW, besonders in Ostwestfalen und speziell im Kreis Gütersloh haben viele tausend aramäische Christen eine neue Heimat gefunden. Vor Ort engagieren sich viele ehrenamtlich dafür, dass die Integration gelingt. Das verdient unsere Hochachtung“, so der direkt gewählte Abgeordnete, der auch Gäste aus seinem Wahlkreis willkommen hieß, unter anderem die Rietberger Familie Özdemir.

Als Impulsgeber hatte sich Daniyel Demir, Vorsitzender des Bundesverbandes der Aramäer, zuvor an den stellvertretenden Vorsitzenden der CDU Landtagsfraktion, André Kuper gewandt Er äußerte aus aktuellem Anlass, die Bitte zur Durchführung eines Werkstattgespräches. André Kuper, der schon seit seiner Zeit als Bürgermeister den Aramäern in Kreis sehr verbunden ist, kam diesem Wunsch gern nach.

Den Hauptvortrag des Treffens hielt der Vizepräsident von missio Aachen, Dr. Gregor von Fürstenberg. Wichtige Impulse kamen von Daniyel Demir, der aktuelle Informationen zur Not der Christen in Syrien und im Irak gab. Für André Kuper setzte diese Veranstaltung „ein wichtiges Zeichen für das Verständnis zur Situation der Aramäer. Nur wenn wir auf allen Ebenen in einem ständigen Dialog bleiben kann das Miteinander gelingen und Verständnis wachsen“.