Mastholte & Rietberg triumphieren bei der Stadtmeisterschaft

Die Westfalenliga-Fußballer von RW Mastholte haben bei den Rietberger Stadtmeisterschaften in der Halle ihren Titel erfolgreich verteidigt. Vor den Teams von DJK Bokel und Viktoria Rietberg sicherte sich die klassenhöchste Mannschaft im Rietberger Stadtbezirk die Titelverteidigung. Bei der A-Jugend setzte sich Viktoria Rietberg die Turnierkrone auf – überschattet wurde der Turniererfolg allerdings von der schweren Verletzung eines Viktoria-Akteurs im letzten Spiel.

„The same procedure as every year“ titelte die Homepage von Rot Weiß Mastholte (www.rwm-online.de) am Sonntag Abend. Und wahrlich, gefühlt hat RW Mastholte in jedem Jahr den Titel an die Brandstraße geholt. Auch in diesem Jahr war gegen die Westfalenliga-Kicker absolut kein Kraut gewachsen. In sechs Spielen holte man alle 18 Zähler und erzielte genauso viele Treffer. Keeper Christoph Funke war zwar nicht beschäftigungslos, musste letztlich aber kein einziges Mal hinter sich greifen. Ein Ende der Siegesserie der Rot-Hemden scheint nicht in Sicht.

Zwar tat sich RW Mastholte gleich im ersten Spiel gegen den späteren Turnier-Siebten GW Varensell immens schwer, gewann aber hochverdient am Ende mit 2:0. Mit dem gleichen Ergebnis konnte auch DJK Bokel bezwungen werden, ehe RWM den Jungs von Westfalia Neuenkirchen mit Neu-Trainer Kenan Gökdemir gleich sechs Dinger einschenkte. Während sich auch Viktoria Rietberg mit 0:2 geschlagen geben musste, hielt Germania Westerwiehe überraschend lange mit, geriet aber am Ende doch mit 0:1 auf die Verliererstraße. Im letzten Spiel des Tages kam die SG Druffel mit 0:5 unter die Räder.

Während die Entscheidung um Platz eins früh und vor allem deutlich zugunsten von RW Mastholte ausfiel, konnte erst das vorletzte Spiel zwischen DJK Bokel und Viktoria Rietberg die Entscheidung um das Treppchen bringen. Die Viktoria, die aufgrund von Terminüberschneidungen und zu später Turniereinladung mit der Zweiten Mannschaft antrat, verspielte allerdings eine zweimalige Führung und musste am Ende froh sein, dass man mit einem 3:3 in der Schlussminute immerhin noch den dritten Rang verteidigen konnte. Bokel freute sich indes über Rang zwei, als wenn sie selbst den Titel geholt hätten.

Bokels Trainer Giovanni Taverna dürfte allerdings nicht ganz zum Feiern zumute gewesen sein. Er sah nämlich im Spiel gegen Rietberg wegen Schiedsrichter-Beleidigung die Rote Karte. Auf den weiteren Plätzen rangierten die Teams von der SG Druffel (4.), gefolgt von Westfalia Neuenkirchen (5.), Germania Westerwiehe (6.) und GW Varensell (7.). Traurig war in jedem Fall die Zuschauer-Resonanz auf der Tribüne. Lediglich 150 Zuschauer (Aktive inbegriffen) verirrten sich in die Sporthalle am Schulzentrum – die, die nicht da waren, verpassten zumindest keinen Leckerbissen. Weder vom Rahmen und der Organisation durch Germania Westerwiehe, noch vom Sport auf dem Hallenparkett.

Viktorias A-Jugend Stadtmeister – Hemkentokrax mit schwerer Verletzung

A-Jugend Stadtmeister Viktoria Rietberg 2014

Die A-Jugend Fußballer von Viktoria Rietberg haben am Sonntag den Stadtmeistertitel in ihrer Altersklasse erfolgreich und durchaus schwerer als erwartet verteidigt. Die Freude über den Titelgewinn kam aber überhaupt nicht auf – das lag an der schweren Verletzung ihres Mannschaftskollegen Jan-Philipp Hemkentokrax, der sich bei einem unglücklichen, wenn auch harten Zweikampf sowohl das Schien-, als auch das Wadenbein brach. Von dieser Stelle aus schon mal gute Besserung und einen schnellen Heilungsverlauf.

Auch wenn der sportliche Teil nach der Horror-Verletzung zur absoluten Nebensache wurde, so bedarf dieser doch der korrekten Berichterstattung. In einem sportlich schwachen Wettkampf stand einzig allein mit Viktoria Rietberg eine eigene A-Jugend auf dem Parkett. Denn sowohl Westfalia Neuenkirchen und GW Varensell (eigentlich als Jugendspielgemeinschaft aktiv), als auch Germania Westerwiehe (JSG mit Westerloh-Lippling) und RW Mastholte (JSG mit SuS Westenholz) gehören eigentlich einer Jugend-Spielgemeinschaft an, splitteten sich aber für die Titelkämpfe auf.

Doch so wirklich Spannung kam nur im Spiel zwischen Viktoria Rietberg und GW Varensell auf, das trotz zahlreiche Chancen auf beiden Seiten aber kleiner Überlegenheit der Rietberger mit 0:0 endetet. So mussten die Viktorianer, die als klarer Turnierfavorit und Titelverteidiger ins Turnier gestartet waren, im letzten Spiel des Turniers gegen Germania Westerwiehe mit mindestens fünf Toren Vorsprung gewinnen, um die drei Punkte vor ihnen liegenden Jungs von GW Varensell noch vom Thron zu stoßen.

In genau diesem Spiel passierte dann aber der folgenschwere Zweikampf: Beim Stand von 3:0 für die Viktoria (fünf Minuten waren gespielt), rauschte ein Germania-Verteidiger dem sich in der Schussbewegung befindenden Jan-Philipp Hemkentokrax so unglücklich in die Parade, dass dieser sich die schwere Verletzung zuzog. Mit Verdacht auf Schien- und Wadenbeinbruch wurde Hemkentokrax (von seinen Kollegen nur „Tele“ genannt) nach langer Unterbrechung unter dem Applaus der Zuschauer mit dem Rettungswagen ins Krankenhaus gebracht, wo er noch am Abend erfolgreich operiert wurde.

Auf der Krankentrage liegend forderte der Rietberger seine Mannschaftskameraden mit den Worten „Gewinnt das scheiß Dingen für mich“ auf, das Spiel und damit das Turnier zu Ende zu bringen. Gesagt, getan erzielten die Viktorianer binnen weniger Minuten vier weitere Treffer und setzten sich mit dem 7:0 letztlich an die Spitze des Endtableaus. Bei der Siegerehrung kam aber selbstverständlich keine großer Freude auf! Auch wenn man den Titel erfolgreich verteidigen konnte, kreisten die Gedanken aller Viktorianer schon bei Jan-Philipp Hemkentokrax.