Massive Möbel made in Mastholte

Holz ist sein Element. Damit kennt sich Alexander Artmann aus. Er ist nicht nur Tischlermeister, sondern auch diplomierter Raum- und Objektdesigner. Kein Wunder also, dass die selbst entworfenen und hergestellten Möbel bei seinen Kunden ankommen. Der 32-Jährige hat sich mit der Firma „My Möbel“ vor sechs Jahren selbstständig gemacht. Bürgermeister Andreas Sunder hat Alexander Artmann jetzt in seiner Werkstatt in Mastholte einen Besuch abgestattet.

Gestartet mit einem Onlinevertrieb für hochwertige und individualisierbare Massivholzmöbel, ist inzwischen ein weiterer Geschäftszweig dazugekommen: Alexander Artmann stattet Ladenlokale aus, unter anderem für die Firma Tennis Point (Herzebrock-Clarholz). Dazu gehört nicht nur die Fertigung von Regalen, Schränken und Co., sondern auch die Erstellung eines gesamten Konzepts. Denn die Kunden legen viel Wert auf eine hochwertige und stimmige Präsentation ihrer Waren. Auch international ist die kleine aber feine Mastholter Tischlerei tätig. Sowohl in London als auch in Stockholm hat der junge Unternehmer bereits Aufträge erfüllt.

Werbung braucht er nicht unbedingt, die Auftragsbücher sind voll, denn „bei uns läuft alles über Mundpropaganda. Allein darüber bekomme ich Aufträge genug“, erklärt der Tischlermeister. Bislang steht ihm sein Mitarbeiter Boris Oberhaus als einzige Verstärkung zur Seite. Im August soll ein Auszubildender das kleine Team unterstützen. Das sei dringend nötig, denn die Vorlaufzeiten für Wunschmöbel sind schon jetzt relativ lang. „Wir müssen noch einiges abarbeiten, daher freuen wir uns sehr auf unseren neuen Auszubildenden“, sagt Alexander Artmann.

Der Firmeninhaber betreibt seine Werkstatt an der Lippstädter Straße auf 400 Quadratmetern Fläche. Eine große Investition steht in den nächsten Monaten an, eine neue Absauganlage muss her. Kostenpunkt: 70.000 Euro. Die wird sich voraussichtlich schnell amortisieren, hofft der Holzspezialist: „Es sieht recht vielversprechend aus, wir haben unseren Umsatz erfreulicherweise kontinuierlich steigern können in den vergangenen Jahren.“ Generell laute seine Geschäftsphilosophie: Lieber langsam wachsen, dafür aber stetig.

Bürgermeister Andreas Sunder und Julia Wittreck von der Stabsstelle städtische Wirtschaftsförderung zeigten sich bei ihrem Firmenbesuch beeindruckt vom Engagement des jungen Firmeninhabers. „Zu zweit den ganzen Betrieb zu stemmen, das ist schon eine echte Herausforderung, davor habe ich großen Respekt, insbesondere wenn man bedenkt, dass es die Möbelbranche mit einem sehr harten Wettbewerb zu tun hat“, betont der Bürgermeister.

Bild: Kleine Tischlerei mit großem Potenzial – Alexander Artmann (rechts) betreibt in Mastholte die Tischlerei „My Möbel“. Ihm zur Seite steht Mitarbeiter Boris Oberhaus (Zweiter von links). Bürgermeister Andreas Sunder und Julia Wittreck von der städtischen Wirtschaftsförderung haben sich das kleine Unternehmen im Rahmen eines Besuchs angesehen. Foto: Stadt Rietberg

Quelle: Stadt Rietberg