Künstler Dr. Wilfried Koch und Gäste blicken auf die vergangenen zehn Jahre zurück

Mit stehenden Ovationen würdigten rund 100 Gäste das Lebenswerk des heimischen Künstlers Dr. Wilfried Koch. Anlass war der feierliche Rückblick auf zehn Jahre Kunsthaus Rietberg – Museum Wilfried Koch und auch Klostergarten Rietberg – Skulpturenpark Wilfried Koch. Im Kunsthaus wie im Klostergarten ist das künstlerische Erbe des in Varensell lebenden Dr. Wilfried Koch beheimatet und erstklassig präsentiert. Das brachten zahlreiche Redner im Alten Progymnasium unmissverständlich zum Ausdruck.

Seit er seine Skulpturen, Gemälde und Zeichnungen zu jener Zeit der Stiftung der Sparkasse Rietberg überlassen hat, findet sich Dr. Wilfried Koch mehr und mehr in die Rolle des Betrachters ein. „Die Werke nehmen Abstand von seinem Schöpfer und der Ersteller kann sie noch einmal neu betrachten – und dabei für gut oder weniger gut befinden“, sagte Dr. Koch. Koch, inzwischen 88 Jahre alt, bedankte sich ausdrücklich bei seiner Frau Hilde, die ihn Zeitlebens in seinem Schaffen unterstützt hat. „Ohne dich stünde ich heute so nicht hier.“ Er bedankte sich aber auch bei André Kuper, der sich für die Schaffung von Kunsthaus und Klostergarten einst so stark gemacht hatte. Insbesondere das Kunsthaus mit inzwischen mehr als 45.000 Besuchern in den zehn Jahren hat sich zu einer festen Größe etabliert. Dort wird heute nicht nur der schöpferische Nachlass Kochs aufbewahrt und in wechselnden Präsentationen gezeigt. Sondern auch Ausstellungen anderer Künstler locken immer wieder neue Besucher nach Rietberg und in das Museum.

„Vor fünf Jahren ging ich als Bürgermeister und komme heute als Landtagspräsident zurück“, sagte Kuper, der die offizielle Laudatio jedoch vor allem als „Freund und Rietberger“ hielt. Der frisch gewählte Präsident des NRW-Landtags erinnerte an die Startschwierigkeiten vor mehr als zehn Jahren. Zunächst hatte ein Gebäude für das Museum gefunden und finanziert, aber auch der Klostergarten aus dem Eigentum der katholischen Kirche übertragen werden müssen. Das alles war gelungen, als er im Sommer 2007 im Beisein von Dr. Koch und vielen anderen das Band zur Eröffnung von Skulpturenpark und Kunsthaus durchschneiden durfte. „Ich hinterlasse ihnen meine Kinder“, zitierte Kuper den Namensgeber des Museums 2007. „Nun, 2017, kann ich getrost sagen“, so Kuper: „Ja, sie sind hier gut aufgehoben und haben eine Heimat gefunden.“

Das bestätigte auch Andreas Sunder: „Ihre Werke hier bei uns in der Kernstadt sind eine Bereicherung für Rietberg“, lobte der Bürgermeister. Auch er war damals bei der Einweihung dabei – als Ratsherr, der „den Entstehungsprozess dieser beiden Schatzkammern miterleben und als einer der Entscheidungsträger mitbegleiten durfte“. Heinz Hüning, Vorsitzender der Sparkassenstiftung, erinnerte an die schon viel längere, vertrauensvolle Zusammenarbeit von Dr. Koch mit der Sparkasse Rietberg: „Schon 1991 wurden in der Kundenhalle der Sparkasse erste Skulpturen von ihnen ausgestellt“, so Hüning an Dr. Koch gerichtet.

Mit der Feierstunde zum zehnjährigen Bestehen von Kunsthaus und Klostergarten wurde auch eine neuerliche Ausstellung von Dr. Koch eröffnet. Gezeigt werden rund 60 Werke aus den Reihen »Die letzte Geschichte aus Davids Stamm«, »Kreuzwegzyklen« und »Christuskopf«. Die Ausstellung ist noch bis zum 5. November zu den regulären Öffnungszeiten im Kunsthaus Rietberg – Museum Wilfried Koch zu sehen.

Bild: NRW-Landtagspräsident André Kuper (links) beglückwünschte Hilde und Dr. Wilfried Koch zu dessen künstlerischem Gesamtwerk, das in Rietberg eine dauerhafte Heimat gefunden hat. Foto: Stadt Rietberg

Quelle: Stadt Rietberg