Klimaschutz: Schulen in Rietberg wollen Verbrauch senken

Energiesparen macht jetzt Schule. So lautet der Titel eines Projektes an vielen Rietberger Schulen. Und: Speziell geschulte Lehrer wollen die Thematik fest im Alltag ihrer Bildungsstätten verankern. Ziel ist es, den Energie- und Wasserverbrauch in den Schulen zu senken und das Thema »Energiesparen« auch in den Köpfen der Schüler zu etablieren. Damit soll sowohl ein Beitrag zum Klimaschutz als auch zur Kostensenkung geleistet werden.

In einem ersten Grundlagenseminar nahmen die Energiebeauftragten der beteiligten Schulen jetzt allerhand Tipps und Ratschläge für die weitere Arbeit entgegen. Mitarbeiterinnen der Bielefelder Beratungsfirma e&u Energiebüro GmbH betreuen das Projekt in pädagogischer und technischer Hinsicht und stehen den Schulen als ständige Ansprechpartner zur Verfügung. Sie hatten das auf drei Jahre angelegte Energiesparprojekt in den ersten Monaten dieses Jahres in den Lehrerkonferenzen vorgestellt. Drei Grundschulstandorte und die vier weiterführenden Schulen in Rietberg machen nun mit und haben bereits Energiebeauftragte aus den Lehrerkollegien bestimmt, die nun als Multiplikatoren das Thema in den Schulen etablieren.

Ansatzpunkt ist das Nutzerverhalten. Mit einem didaktisch-pädagogischen Begleitprogramm werden die Schulleitungen, Lehrerkollegien, Hausmeister, Schülerinnen und Schüler auf ihrem Weg zur Energiesparschule unterstützt. Als Motivation und Anreiz zum Mitmachen erhalten die Schulen eine finanzielle Prämie zwischen 300 und 500 Euro – sofern sie gewisse pädagogische Kriterien erfüllen. Die Schulen sollen das Thema Energiesparen als festen Bestandteil in ihren Unterricht aufnehmen und konkrete Vorschläge für technische oder organisatorische Energiesparmaßnahmen machen.

In speziell auf sie abgestimmten Seminaren werden aktuell die Hausmeister und die Lehrer-Vertreter geschult. Die Seminare vermitteln Hintergrundwissen zum Energieeinsatz in der Schule und zeigen an praktischen Beispielen, wie sich mit einfachen und wirksamen Maßnahmen Energie einsparen lässt.

Zur pädagogischen Unterstützung erhalten die Schulen zukünftig regelmäßig Energietipps. Darüber hinaus stehen diverse Unterrichtshilfen zur Verfügung wie Unterrichtseinheiten und Experimentierkoffer. Die Schulen können Messkoffer ausleihen, mit denen sie eigenständig Messungen durchführen können. Parallel finden in den Schulen Gebäudebegehungen und Langzeittemperaturmessungen statt. Dabei stehen die Einstellung der Heizungsanlagen und die Beratung der Hausmeister im Vordergrund. Nach Ablauf der dreijährigen Projektphase werden alle Beteiligten ein Gesamtresümee ziehen.

Bildzeile:
Die Lehrer der sieben beteiligten Schulen, Rietbergs Klimaschutzmanagerin Anika Hering (Fünfte von rechts) sowie Anne-Marie Kruse und Bettina Baron (von rechts) zeigen das Maskottchen des Projektes, den Energiespardrachen »Espar«. (Foto: Stadt Rietberg)