Jetzt rollt das Fahrrad fast wie von allein

Wer jetzt noch nicht gut vorankommt, der sollte sein Fahrrad überprüfen lassen. Denn die Zeiten, in denen der Radweg zwischen Bokel und Rietberg dafür verantwortlich war, dass Einkäufe aus dem Korb geschleudert wurden und das Zweirad unter den vielen angehobenen Asphaltstellen ächzte, sind endgültig vorbei. Die zuständige Behörde Straßen NRW hat die ehemalige Buckelpiste in den vergangenen Wochen in eine geschmeidig glatte Oberfläche verwandelt.

An der L 836 (Bokeler Straße) sind auf einer Strecke von 1,2 Kilometern 40 Stellen des Geh- und Radwegs saniert worden. Die Kosten von 70.000 Euro werden vollständig von Straßen NRW getragen. Andreas Meyer, Leiter der Regionalniederlassung Ostwestfalen-Lippe, hat sich jetzt bei einem Ortstermin persönlich davon überzeugt, dass alle Rietberger wieder freie Fahrt haben. „Dieser Radweg war wirklich in einem äußerst schlechten Zustand. Für die Sanierung haben wir ein wenig mehr Geld ausgegeben als ursprünglich geplant. Aber es hat sich gelohnt“, sagte Meyer. Er kann es beurteilen, denn auf Einladung von Bürgermeister Andreas Sunder und Ordnungsamtsleiterin Martina Venne waren Meyer und der Hauptgeschäftsführer des Landesbetriebs, Winfried Pudenz, vor Monaten höchstpersönlich die Strecke abgefahren – mit dem Rad, versteht sich.

Bürgermeister Sunder, der sich als Bokeler Bürger und damaliger Ortsvorsteher schon lange vor seiner Amtszeit immer wieder für eine Sanierung stark gemacht hatte, lobt insbesondere die gute Zusammenarbeit mit allen beteiligten Behörden: „Das hat immer bestens funktioniert, und das ist alles andere als selbstverständlich.“ So hatte etwa die untere Landschaftsbehörde des Kreises Gütersloh zunächst ihr Ok geben müssen, denn die Fällung einiger Bäume ließ sich nicht vermeiden. Der Grund: Die Wurzeln der Linden am Straßenrand bahnten sich ihren Weg quer über die Strecke und hoben den Asphalt an. Hätte man die Bäume stehen gelassen, wäre der Radweg in einigen Jahren erneut zum Sanierungsfall geworden.

Straßen NRW nimmt für jeden gefällten Baum eine Neuanpflanzung vor. In der Pflanzperiode 2015/2016 werden Stieleichen in die Erde gebracht, denn ihre Wurzeln verursachen keine Schäden. So ist gewährleistet, dass Radler und Fußgänger dauerhaft Freude an der frisch sanierten Strecke haben.