Jahresbilanz: Stifterratstreffen der Bürgerstiftung Rietberg

Mehr als 30.000 Euro hat die Bürgerstiftung Rietberg im vergangenen Jahr zur Verfügung gestellt, um soziale Projekte im Stadtgebiet zu unterstützen. Diese Zahl nannte Geschäftsführer Heinrich Rasche jetzt in seinem Rechenschaftsbericht 2014. Zum Stifterratstreffen hatte die Bürgerstiftung Rietberg in das Bibeldorf eingeladen.

Vorhaben zu unterstützen, die im Interesse der Stadt und ihrer Bürger liegen, die aber nicht zu den Pflichtaufgaben der Stadt gehören, ist auch weiterhin primäres Ziel der Bürgerstiftung Rietberg. Zwar zählt sie mit 162 Stiftern und einem Stiftungskapital von rund 1,9 Millionen Euro zu den größten Bürgerstiftungen Deutschlands. Doch die Zinserlöse sind inzwischen so gering, „dass wir überlegen müssen, andere Ertragsquellen zu generieren“, so Andreas Sunder als Vorstandsvorsitzender der Stiftung in seinem Grußwort. Er hatte den Vorschlag gemacht, in Immobilien zu investieren und aus der Vermietung Erlöse für die Stiftung zu erwirtschaften. Das wird nun in Vorstand und Kuratorium beraten. Und: „Mehr denn je ist die Bürgerstiftung Rietberg auf Spenden angewiesen, besonders aber auf weitere Förderer und Zustifter.“ 2014 waren fünf Förderer hinzugekommen, die jährlich 800 Euro spenden.

Andreas Sunder hieß nach einem Rundgang durch das Bibeldorf besonders Heinrich Rasche willkommen, der seit Februar als Geschäftsführer für die Bürgerstiftung tätig ist, und bedankte sich zugleich bei dessen Vorgänger Rüdiger Ropinski. Der war auf eigenen Wunsch ausgeschieden.

26 Projekte und Maßnahmen sind 2014 gefördert worden. Die größten Posten machten – neben der Unterhaltung des Barfußpfades im Gartenschaupark (5728 Euro) – die Spende an das Kinderheim Rietberg (4900 Euro), die Bezuschussung der OGGS-Beiträge (2750 Euro) und die Ausstattung des DRK-Einsatzwagen mit Digitalfunk (2500 Euro) aus. Außerdem profitiert haben die katholische Kirchengemeinde Varensell, die katholische Frauengemeinschaft St. Margaretha Neuenkirchen, die Gemeinschafts-Hauptschule und das Gymnasium Nepomucenum Rietberg, die städt. katholische Grundschule Neuenkirchen, die Vereine Kulturig, DJK Bokel, Viktoria Rietberg, TonART Varensell, der MGV Liedertafel, der Kindergarten Westerwiehe, der Sabina-Katharina-Kindergarten, der Kindergarten St. Jakobus Mastholte, der Kindergarten Mastholte Süd, der Bürgerverein Bokel, der Kinder- und Jugendchor Bokel, die Caritas Rietberg, das Haus Reilmann, die Hospizgruppe Rietberg/Neuenkirchen, die Sommerferienspiele und der Badebus.

Rasche gab einen detaillierten Einblick in die Finanzsituation der Stiftung: Dank einiger großer Spenden fiel die Ertragsseite mit 72.000 Euro deutlich höher aus als noch im Vorjahr. Die erste Rietberger Schnatter-Regatta trug mit 7.000 Euro dazu bei. Der Erlös, 4900 Euro, konnte schließlich als Spende an das Kinderheim Rietberg zur Anschaffung eines Behinderten-Transporters weitergegeben werden.

Da sich die Aufwendungen 2014 auf lediglich 51.000 Euro beliefen, konnte ein nicht unerheblicher Differenzbetrag der Rücklage zugeführt werden. Die beträgt inzwischen gut 30.000 Euro – eine Summe, die gemeinsam mit den in 2015 zu erwartenden Erträgen für die Förderung von Projekten und Maßnahmen sowie die Abwicklung des Stiftungsgeschäftes zur Verfügung steht.

„Sie sehen, es ist viel in Bewegung in der Bürgerstiftung Rietberg“, fasste Kuratoriumsvorsitzende Dr. Annette Weeg zusammen. „Es wäre schön, wenn wir alle uns noch mehr aufeinander zu bewegen und so gemeinsam für die und mit der Bürgerstiftung noch mehr bewegen können“, so Dr. Weeg.