Historisches Filmmaterial über Rietberg zum Stadtjubiläum

In ganz unterschiedlicher Art und Weise gewährt das Stadtarchiv Rietberg Einblicke in Rietbergs jüngste Vergangenheit. Filmbeträge, Lesungen und Vorträge greifen nahtlos ineinander am Sonntag des Stadtbürgerfestes. »Geschichte und Geschichten am laufenden Band« lautet das Motto am 14. September ab 15 Uhr im Alten Progymnasium.

Das Stadtarchiv Rietberg zeigt anlässlich der 725-Jahr-Feier Ausschnitte aus historischen Filmen aus und über Rietberg. Aufgelockert werden die filmischen Szenen – die meisten stammen aus den 20er, 50er und 70er Jahren des vorigen Jahrhunderts – durch Beschreibungen, Erzählungen und Poesie aus dem heutigen Rietberg.

Maria Brandtönies, Anette Rodejohann, Heinz Heckemeier und Heinrich Ridder tragen veröffentlichte und unveröffentlichte Texte zur Emsstadt aus Vergangenheit und Gegenwart vor. Zwischendurch bringt Stadtarchivar Manfred Beine zu Gehör, was bekannte und weniger bekannte Rietberger oder Rietberg-Besucher in früheren Jahrhunderten über die Stadt der schönen Giebel mit gräflicher Vergangenheit einmal zu Papier gebracht haben. Musikalisch begleitet wird das Programm von Tobias Schößler aus Harsewinkel am Flügel.

Filmaufnahmen vom 700-jährigen Stadtjubiläum

Alle filmischen, literarischen und musikalischen Beiträge im Ratssaal des Alten Progymnasiums sind kurz und kurzweilig und wechseln einander in rascher Folge ab. Nur die Filmsequenzen werden in zeitlicher Folge ihrer Entstehung gezeigt. Es be-ginnt kurz nach 15 Uhr mit dem Film über Festumzug zum 50-jährigen Jubiläum des Katholischen Gesellenvereins Rietberg im Jahre 1929 und endet gegen 18 Uhr mit Filmaufnahmen zum historischen Festumzug zum 700-jahrigen Stadtjubiläum im September 1989.

Die literarischen Einschübe dagegen folgen ihrer eigenen thematischen und zeitlichen Dramaturgie. Alles soll ganz leicht und ungezwungen sein. Geschichte und Geschichten gleichsam in offenem Verlauf und Übergang. Alle Interessierten kommen, gehen und bleiben, wie es ihnen gefällt. Bürgermeister Andreas Sunder freut sich, dass „wir allen Gästen auf eine so lockere und ungezwungene Art Einblicke in Rietbergs jüngere Geschichte gewähren können“.

Spezielles Kinderprogramm in der Stadtbibliothek

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Schon ab 11 Uhr morgens gibt es nebenan im Kunsthaus Rietberg – Museum Wilfried Koch unter dem Titel »Rietberger Ansichten« Gemälde, Zeichnungen und Aquarelle mit Motiven aus der Emsstadt zu sehen. Während ab 15 Uhr in der Stadtbibliothek ein spezielles Kinderprogramm angeboten wird, dürfen sich die Großen und alle, die es mögen, zur gleichen Zeit ein farbiges und abwechslungsreiches Bild von Rietberg und seiner jüngeren Stadtgeschichte machen. Eingeladen sind nicht nur die Bürgerinnen und Bürger der Emsstadt. Auch alle auswärtigen Gäste des Stadtbürgerfestes sind herzlich eingeladen zu Rietberger »Geschichte und Geschichten am laufenden Band«.

Das geplante Programm mit den wichtigsten Beiträgen in zeitlicher Folge 

  • 15.00 Uhr: Festumzug zum 50. Jubelfest des katholischen Gesellenvereins Rietberg 1929 (Filmausschnitt)
  • 15.30 Uhr: Heinrich Ridder, Heimatkundliche Verse aus der „Housapotheike“ (Lesung)
  • 15.45 Uhr: Erste Rietberger Gewerbeschau 1929 (Filmausschnitt)
  • 16.00 Uhr: Maria Brandtönies, Tatort Rietberg. Erzählungen aus der jüngeren Geschichte von Rietberg (Lesung)
  • 16.15 Uhr: Zum 75jährigen Bestehen der Kolpingsfamilie Rietberg 1954 sowie „Rietberg. Perle an der Ems“ von Herbert Pietzonka, 1979-82 (Filmausschnitte)
  • 16.45 Uhr: Heinz Heckemeier, Lausbubengeschichten. Kindheitserinnerungen an die Kriegs- und Nachkriegszeit (Lesung)
  • 17.00 Uhr: Karneval in Rietberg 1983 und andere Szenen (Filmausschnitte)
  • 17.15 Uhr: Anette Rodejohann, Spaziergänge an der Ems (Lesung)
  • 17.30 Uhr: Stadtjubiläum 1989, historischer Festumzug (Filmausschnitte)
  • 18.00 Uhr: Schlussgedicht