Goldenes Caritas-Ehrenkreuz für Hanschmidt & Feuerborn

Erstmals in der Geschichte der Caritas Konferenz Rietberg, wurde zwei ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen für ihre langjährige Treue und die Arbeit für die Caritas das goldene Ehrenkreuz des Diözesan Caritasverbandes verliehen. Der stellvertretende Vorsitzende des Verbandes, Ulrich Borchert, war extra nach Rietberg gekommen, um die beiden Vorstandsdamen Ria Hanschmidt und Irmgard Feuerborn mit dem goldenen Abzeichen zu ehren. Sichtlich gerührt nahmen beide die Auszeichnung entgegen. In der feierlichen Messe erhielten kurz zuvor bereits Barbara Rauschning und Helene „Leni“ Wilhelmstroop das Elisabeth Kreuz.

„Ich möchte und darf heute zwei Damen aus Ihrer Runde auszeichnen, die nachhaltig die charitative Arbeit in der Caritas Rietberg mit geprägt haben“, leitet Ulrich Borchert die Laudatio der goldenen Auszeichnung ein. Während die Caritas früher unter dem Leitmotto „Tue Gutes und sprich nicht darüber“ stand, sei es heutzutage wahrlich an der Zeit, über die guten Taten und die gute Arbeit verdienter Mitarbeiterinnern offen zu sprechen. „Wer 40 Jahre so viel Arbeit geleistet hat, der darf auch gewürdigt werden“, sprach Borchert von einer wahrlich ungewöhnlich langen Zeit der Mitarbeit.

Im Jahre 1972 trat Irmgard Feuerborn erstmals bei der Caritas Konferenz Rietberg in Erscheinungen. In der Zeit der Neuorientierung und Umstrukturierung der Konferenzgruppe im Ort, war Feuerborn für die Familien- und Kindererholung zuständig. „Zahlreichen Familien und Kindern wurde so ermöglicht, einmal Urlaub zu machen“, so Borchert bei der Verleihung an Irmgard Feuerborn. Von 1988 bis 1991 wirkte die neue Ordensträgerin als Vorsitzende der Konferenz Rietberg im Vorstand mit. Seit 2004 übernimmt sie zusätzliche Aufgaben der Regionalleitung. „Heute steht sie dem Vorstand in Rietberg aber weiterhin mit Rat und Tat zur Seite“, fügte die Rietberger Vorsitzende Margret Strothoff hinzu.

Seit mehreren Jahren ist Irmgard Feuerborn für die Verleihung der Elisabeth-Kreuze verantwortlich. Anlässlich einer Verleihung brachte sie vor einiger Zeit ihre Einstellung und ihr Engagement für die Caritasarbeit deutlich zum Ausdruck: „Die Arbeit bringt nicht nur Freude, sondern auch Last und Mühsal. Doch durch die Arbeit wird die Liebe Gottes zu den Menschen getragen. Caritasarbeit ist nicht nur unbezahlte Arbeit, sondern auch unbezahlbar.“ Nicht nur deshalb adelte Rietbergs Pfarrer Andreas Zander die sichtlich gerührte Ordensträgerin als „Frau Caritas“ in Rietberg.

Ähnlich lobende Worte fand Zander auch für die ausgezeichnete Ria Hanschmidt: „Frau Hanschmidt ist eine Mitarbeiterin, die zwar nicht so nach außen in Erscheinung tritt, aber im Hintergrund mit charitativem Herz ihre Arbeit leistet“. Bereits vor 40 Jahren nahm sie die ehrenamtliche Arbeit in Rietberg auf und wirkte davon 30 Jahre als Kassiererin im Vorstandsteam mit. „Sie war regelmäßig in die Vorstandsarbeit mit eingebunden, da so die Entscheidung über die Spendengelder für bedürftige Familien gefällt werden konnten“, sprach Ulrich Borchert in der Laudatio von einer „verantwortungsvollen Aufgabe“.

Während der vorangegangen Messe in der Klosterkirche in Rietberg, waren bereits Barbara Rauschning und Helene „Leni“ Wilhelmstroop mit dem Elisabeth Kreuz ausgezeichnet worden, das verdienten Mitarbeiterinnen verliehen wird, die 20 Jahre im Dienst am Nächsten tätig sind. Barbara Rauschning wirkt seit 1993 als Bezirkshelferin und im Krankenhausbesuchsdienst mit, „Leni“ Wilhelmstroop ist seit 1994 mit ähnlichen Aufgaben in der Caritas Konferenz Rietberg aktiv. Verliehen wurde das Elisabeth Kreuz übrigens von Irmgard Feuerborn, die kurz darauf überrascht und unwissend ihre Auszeichnung in gold verliehen bekam.