Flüchtlinge: Stadt sucht dringend Gewerbehallen

33 Flüchtlinge sind der Stadt Rietberg diese Woche zugewiesen worden – das ist ein neuer Rekord, der die Verwaltung mehr denn je vor das Problem stellt, immer schneller immer mehr Wohnraum schaffen zu müssen. Bisher kamen maximal 20 Hilfesuchende pro Woche in die Emsstadt. Bürgermeister Andreas Sunder wendet sich an Gewerbetreibende und Unternehmen, die leerstehende Lagerhallen oder Ähnliches zur Verfügung stellen können.

Überlegungen, solche Räume zu nutzen, hat es bereits in der Vergangenheit gegeben. „Leider haben wir auf Nachfrage schon viele Absagen bekommen“, erläutert Sunder. Ziel sei weiterhin, die Belegung der Turnhalle Westerwiehe nur übergangsweise in Anspruch zu nehmen und keine weiteren Sporthallen in Unterkünfte umzuwandeln. Ob das klappt, hängt aber wesentlich davon ab, welche Alternativen der Stadt zur Verfügung stehen. Denn die Zahl der Zuweisungen ist weiterhin konstant hoch. Daher gilt: Auch wenn es kurzfristig gelungen ist, Menschen aus der Westerwieher Turnhalle in Wohnungen zu vermitteln, könnte es langfristig gesehen eng werden. Von einer geeigneten Gewerbehalle verspricht sich Sunder zumindest kurzfristig eine Entlastung der Situation. „Zurzeit kommen wir mit der Unterbringung noch hinterher. Aber viel Spielraum haben wir leider nicht.“

Wer eine größere Halle oder Ähnliches vermieten kann, sollte sich an Andreas Nachtigall, Abteilung Hochbau, wenden: Tel. 05244/986 362; E-Mail: andreas.nachtigall@stadt-rietberg.de.