Einbrecher haben´s bei Tannhäuser-Technik aus Neuenkirchen schwer

Das Hobby zum Beruf zu machen – davon träumen viele. Einige setzen diesen Wunsch sogar in die Realität um. Aber den wenigsten gelingt es, auf der Basis ihres Freizeitvertreibs ein Unternehmen zu gründen. Hans-Georg Tannhäuser hat genau das getan. Vor 42 Jahren wagte er als damaliger Ein-Mann-Betrieb den Schritt in die Selbstständigkeit. Heute beschäftigt die Tannhäuser-Elektronik-GmbH 25 Mitarbeiter. Bürgermeister Andreas Sunder hat sich den Betrieb an der Ringstraße in Neuenkirchen jetzt im Rahmen seiner Unternehmensbesuche einmal angesehen.

Was eine Leiterplatte ist, das weiß vielleicht nicht jeder. Für die Firma im Wapeldorf gehören diese Träger elektronischer Bauteile, die in fast jeder Maschine zu finden sind, zum täglichen Geschäft. Denn die Neuenkirchener machen aus Leiterplatten-Rohlingen passgenaue Bestandteile für Industriemaschinen. Zu den Kunden zählt unter anderem die Dürkopp-Adler AG aus Bielefeld, die Nähmaschinen herstellt. „Es ist absolut beeindruckend, wie aus diesen klitzekleinen Teilen so entscheidende Elemente für passgenaue elektronische Steuerungen entstehen“, kommentiert Bürgermeister Sunder.

Die Leiterplatten sind allerdings nur eines von vielen Geschäftsfeldern, auf denen das Familienunternehmen aktiv ist. Einbrecher beispielsweise haben mit der Tannhäuser-Elektronik-GmbH nichts zu lachen. Denn Sicherheitstechnik zählt ebenfalls zu ihren Stärken. Ob klassische Alarm- und Videoanlagen, elektronische Zaunsicherungen oder Brandmeldeanlagen – die Neuenkirchener kennen für jedes Objekt den richtigen Schutz.

Darüber hinaus kommen hochsensible Messgeräte von Tannhäuser in der Automobilindustrie oder in der Schifffahrt zum Einsatz. Sie ermitteln etwa den Kraftstoffverbrauch von Motoren. „Mit unserer Technik bekommen die Hersteller sehr genaue Werte – bis auf zwei Stellen hinter dem Komma“, erklärt Hans-Georg Tannhäuser. Der Chef und sein Team bieten darüber hinaus noch die Konfektionierung von Kabeln an und handeln mit Luftreinigungsgeräten – etwa zur Beseitigung von Schadstoffen.

Das Familienunternehmen ist mit der Auftragslage äußerst zufrieden. „Es läuft wirklich sehr gut. Ich bin froh, mit meinen Mitarbeitern ein erfahrenes Team an meiner Seite zu wissen“, erklärt der Firmeninhaber, der das Unternehmen gemeinsam mit seiner Frau Maria-Theresia leitet. Mit den Töchtern des Ehepaars steht die nächste Generation bereits in den Startlöchern.

„So etwas ist heutzutage nicht mehr selbstverständlich, dass die Kinder den Betrieb der Eltern weiterführen. Umso mehr freue ich mich als Bürgermeister darüber, dass mit der Firma Tannhäuser-Elektronik-GmbH eine wichtige Stütze des Mittelstands bei uns in Rietberg erfolgreich am Markt besteht“, betont der Bürgermeister.

Foto: Kleine Teile, große Wirkung: Firmeninhaber Hans-Georg Tannhäuser (rechts) zeigt Bürgermeister Andreas Sunder und der städtischen Wirtschaftsförderin Renate Pörtner Leiterplatten, die das Neuenkirchener Unternehmen für die Industrie bestückt. (Foto: Stadt Rietberg)