Ein geführter Rundgang zur Halbzeit

Anlässlich der Halbzeit in der Ausstellung »Landschaften und Stillleben« mit Gemälden des Berliner Künstlers Hans-Joachim Billib bietet das Kunsthaus Rietberg – Museum Wilfried Koch am Sonntag, 17. Dezember, eine Führung durch die Ausstellung an. Billib gehörte dem Kreis der Norddeutschen Realisten an, lebte und arbeitete aber bis zu seinem Tod 2013 in Berlin.

Wie der Titel schon verrät, werden im Museum Landschaften und Stillleben gezeigt, die sich durch einen besonderen, individuell-realistischen Blick des Künstlers auf die Vegetation und Gegenstände auszeichnen. Seine kraftvollen Landschaften zeigen nur die „blanke Natur“, in der Tiere oder Menschen nicht vorkommen. Das Ziel Billibs, der 1973 bis 1979 an der Hochschule der Künste in Berlin studierte und 1978 Meisterschüler von Prof. Klaus Fußmann war, war es, seine Bilder überzeitlich klassisch wirken zu lassen. Er selbst sagte: „Ich lege keinen Wert darauf, modern zu sein: Modern ist heute da und morgen ist es wieder weg. Ich versuche eher, zeitlos zu werden.“ Hinzu kommen Stillleben mit verschiedensten Objekten und Kompositionen, die er sehr willkürlich, aber perfektionistisch zusammensetzte. Ein Stück Spiegel kann den Mittelpunkt ausmachen, hinzu kommt eine Feder oder ein Tuch. Irgendwann ist alles an seinem Platz und es stellt sich das gleiche Gefühl wie in der Landschaft ein.

Beginn der Führung im Kunsthaus Rietberg an der Emsstraße 10 ist um 11 Uhr. Im Vordergrund stehen nicht die einzelnen Werke des Künstlers oder seine bevorzugte Maltechnik, sondern der Künstler selbst, aber auch seine Beziehungen zu Rietberg. Die Führung kostet – inklusive Eintritt – 5 Euro. Anmeldungen nimmt das Kunsthaus Rietberg – Museum Wilfried Koch gern unter Telefon (05244) 986373 oder per E-Mail an museum@stadt-rietberg.de entgegen. Die Ausstellung ist noch bis zum 14. Januar 2018 dienstags bis sonntags jeweils von 14.30 bis 18 Uhr geöffnet – auch am 2. Weihnachtstag und an Neujahr.

Bild: Ein Blick in die Ausstellung mit »Landschaften und Stillleben«. Fotos: Stadt Rietberg

Quelle: Stadt Rietberg