Ein attraktives Mastholte im Jahr 2030

Mit großem Interesse begleiteten mehr als 130 interessierte Mastholter am Mittwochabend den Auftakt zur Erstellung eines Dorfinnen-Entwicklungskonzeptes (DIEK) für ihren Ortsteil. Der Andrang war so groß, dass die Stühle im Saal der Domschenke nicht für alle Bürgerinnen und Bürger ausreichten. Einige mussten vom Flur aus zuhören, wie Bürgermeister Andreas Sunder und Dr. Frank Bröckling vom begleitenden Planungsbüro planinvent in Münster den Startschuss für den jüngsten Bürgerbeteiligungsprozess gaben.

Vor welchen Herausforderungen steht Rietbergs zweitgrößter Stadtteil in der nahen Zukunft? Welche Stärken und Schwächen sehen die Bürger? – Auf diese und andere Fragen will Bröckling zusammen mit den Mastholtern in den nächsten Wochen Antworten finden. „Das geht am besten gemeinsam“, so Bröckling: „Wir von planinvent haben den nötigen Blick von außen; und sie alle kennen sich in Mastholte aus und wissen, wo der Schuh drückt.“ Flott und locker fand der Geowissenschaftler und Diplom-Geograph den richtigen Ton und hatte die Anwesenden schnell für eine Mitwirkung begeistert.

In drei Handlungsfeldern sollen die Mastholter ihre Anregungen einbringen und aus identifizierten Schwächen des Ortsteils mögliche Projekte formulieren. Im April und Mai sollen diese drei Arbeitsgruppen (1. Wohnen, Versorgung, Kinder/Jugendliche/Senioren; 2. Freizeit, Tourismus, Vereine, Kultur, Mobilität; 3. Umwelt, (Land-)Wirtschaft, Digitalisierung) getrennt voneinander zweimal tagen und die Ergebnisse im Juni in einer erneut großen Versammlung zusammenführen. Im Sommer sollen die möglichen Projekte – eine Mischung aus kurz- und langfristigen Ideen – der Öffentlichkeit vorgestellt und konkretisiert werden. Schon im Herbst soll das Dorfinnen-Entwicklungskonzept fertiggestellt sein. Ein enger Zeitplan.

„Wir könnten schon in diesem Jahr erste Maßnahmen umsetzen“, sagte Günter Heidemann von der Bezirksregierung Detmold. Von dort wird der Prozess auch finanziell unterstützt. Vor gerade einer Woche hat das Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung einen Entwurf für das Dorferneuerungsprogramm 2018 veröffentlicht.

Als Partner an der Seite der Mastholter sieht sich die Stadt Rietberg, die den Prozess begleitet und unterstützt. Am Ende sollen Ideen und Maßnahmen auch die politische Rückendeckung erhalten. Gewünscht ist ein dauerhafter Prozess, weit über die Erstellung des DIEK hinaus. Die eigentliche Umsetzungs- und Verstetigungsphase soll erst am Jahresende beginnen und kann über viele Jahre andauern. Ziel ist es, ein attraktives Mastholte auch im Jahr 2030 zu entwickeln.

Bürgermeister Andreas Sunder zeigte sich begeistert von der großen Resonanz der Mastholter und ist überzeugt, „dass das DIEK eine runde Sache wird. So wie ich die Mastholter kenne, greifen die kräftig mit ins Rad, wenn es darum geht, sich für ihren Ort einzusetzen.“ Unterstützung findet das Planungsbüro insbesondere bei Ortsvorsteher Gisbert Schnitker sowie Alexander Hagemeier vom Heimatverein Mastholte. Seitens der Stadt Rietberg begleitet Jörn Frensemeier aus der Abteilung Räumliche Planung das DIEK.

Bild: Der Saal war voll, als Stadtoberhaupt Andreas Sunder den Startschuss gab für den neuesten Bürgerbeteiligungsprozess im Ortsteil Mastholte. Mehr als 130 wollten mitwirken am Dorfinnen-Entwicklungskonzept. Foto: Stadt Rietberg

Quelle: Stadt Rietberg