DRK zieht Bilanz zum Karneval 2016

Nach dem Ende der Karnevalssession 2015/2016 zieht der DRK Ortsverein Rietberg in Summe ein positives Fazit. Trotz der geänderten Sicherheitslage nach den Syilvester-Vorfällen in Köln, sowie des Sturmtiefs „Ruzika“ am Rosenmontag verlief der Einsatz für die Rotkreuzler doch weitestgehend ruhig wie in den Vorjahren ab.

Die sanitätsdienstlichen Einsätze für die Karnvalssession starteten für die ehrenamtlichen Einsatzkräfte des DRK bereits Mitte Januar mit den jeweils vier Sitzungen der Kolping Karnevals Gesellschaft Neuenkirchen und dem Grafschaftler Karnevalsverein Rietberg (GKGR). Die Seniorensitzung in Rietberg wurde traditionell mit Unterstützung des GKGR unter der Organiations des DRK durchgeführt.

Diese Sitzungen verliefen gewohntermassen sehr ruhig ohne nennenswerte Vorkommnisse. Die wirkliche Forderung der Einsatzkräfte startete dann zum Beginn des Strassenkarnevals am Altweiberdonnerstag. Mit Unterstützung durch die Informations- und Kommunikationsgruppe des Kreises Gütersloh (IuK), sowie einigen ehrenamtlichen Einsatzkräften aus befreundeten Rotkreuz-Gemeinschaften versorgten die 61 Rotkreuzler an Altweiber 115 Patienten, wovon 15 zur weiteren Behandlung in ein Krankenhaus transportiert werden mussten.

Am Rosensonntag sicherten die Rietberger Rotkreuzler nicht nur den Rosensonntagsumzug in Rietberg ab, sondern unterstützten auch die Absicherung des Umzugs in Harsewinkel. An diesem Tag gab es lediglich 3 Hilfeleistungen zu verzeichnen.

Nach den Absagen des Kinderumzugs am Rosenmontag, sowie der späteren Absage des „großen“ Rosenmontagsumzugs in Rietberg startete der Einsatz für die Helfer zunächst gänzlich überraschend. Da sich die Stadt jedoch im Laufe des Nachmittags trotz teils regnerischen und stürmischen Wetters zusehends mit Feierhungringen Närrinnen und Narren füllte waren vermehrt dann nun die Helferinnen und Helfer des Rotkren Kreuzes gefragt. „Der Rosenmontags-Einsatz stellte sich ab etwa 16 Uhr als recht üblichen Einsatz dar, lediglich die Begleitung des großen Lindwurms durch die Innenstadt fehlte. Vielmehr startete der klassische Strassenkarneval mit zahlreichen feiernden Jecken in den Zelten und auf den Strassen ein wenig eher als normal.“ Kommenierte DRK-Einsatzleiter Kai Zimmermeier die Sicht der Rotkreuzler auf den Nachmittag des etwas anderen Rosenmontags. In Summe fanden sich nach Schätzungen der Polizei in etwa 12.000 Besucher in Rietberg ein, nicht wesentlich weniger als in den Vorjahren. Das DRK war an diesem Tag mit insgesamt 87 ehrenamtlichen Einsatzkräften und erneuter Unterstützung von 15 Helfern der IuK vor Ort. Die Zahl der Behandlungen lag erfreulicherweise unter denen der Vorjahre bei 64 von denen fünf Patienten einer weiteren Behandlung in einem Krankenhaus bedurften.

Sorgen bereitet dem DRK, wie auch der Polizei, die Zahl der alkoholisiert angetroffenen Jugendlichen im Strassenkarneval. Glücklicherweise hielt sich die Zahl derer, die aufgrund von Alkoholgenuss zur zwischenzeitlichen Betreuung in die Obhut des DRK mussten stark in Grenzen, dennoch ist kein Trend bei den minderjährigen nach weniger Alkoholkonsum beim Feiern zu erkennen.

Durch den Betrieb des Behandlungszentrum im Gebäude der Realschule konnte das DRK einmal mehr vermeiden, dass alkoholisierte Personen in ein Krankenhaus verbracht werden mussten, sondern vor Ort unter ärztlicher Beobachtung zunächst ein wenig ausnüchtern und dann kontrolliert nach Hause abgeholt werden konnten. „Dieses ist für uns sowohl ein ethisches, als auch medizinisch wichtiges Vorgehen.“ erläutert Kai Zimmermeier „Zum Einen reicht es für viele alkoholisierte Personen zunächst aus in gesicherter, warmer Umgebung ein wenig auszuruhen, zum Anderen vermeiden wir so die Blockierung von wichtigen Intensivplätzen in den Krankenhäusern.“

Weitere Informationen zum Einsatz des DRK zu Karneval sind ebenfalls im Internet unter www.drk-rietberg.de zu finden.