Dieter Nowak geht nach 47 Jahren in den Ruhestand

Im Beisein vieler Kollegen, Wegbegleiter, Gäste und der Familie hat Dieter Nowak seinen Abschied von der Stadtverwaltung Rietberg gefeiert. Der 65-Jährige hat 47 Dienstjahre bei der Stadt Rietberg verbracht – zuletzt in der verantwortungsvollen Aufgabe als Erster Beigeordneter und Stadtkämmerer.

Nowak geht mit einem lachenden und einem weinenden Auge, wie er selbst sagte. Mit einem lachenden, weil nun auch ein Stück Verantwortung wegfällt. Und mit einem weinenden, weil es nun schwerer falle, gewachsene Freundschaften unter den Kollegen zu pflegen. Auf jeden Fall hat die Arbeit ihm stets Spaß gemacht. Sonst hätte er sicher nicht bis zu seinem letzten Arbeitstag an seinem Schreibtisch gesessen. Er hätte auch zwei Jahre früher gehen können, erläuterte Bürgermeister Andreas Sunder in seiner Laudatio zur Verabschiedung Nowaks. Doch habe dieser sich bewusst dagegen entschieden. Sunder nahm dies als Kompliment für sich selbst und die gesamte Rathaus-Mannschaft, von der sich Nowak einfach noch nicht trennen wolle. Ganz tut er das noch immer nicht: Er wird demnächst als geringfügig Beschäftigter bei den neu gegründeten Stadtwerken Rietberg-Langenberg einen Posten als Geschäftsführer übernehmen – und so weiterhin den Kontakt zum Rathaus behalten.

Sunder lobte nicht nur die sachliche und fachliche Kompetenz Nowaks, mit dem er seit seinem Einzug in den Stadtrat vor 13 Jahren vertrauensvoll zusammengearbeitet habe. Er hob auch die menschliche und soziale Seite hervor. Gerade als „Personalchef“ habe er es verstanden, stets das nötige Einfühlungsvermögen und Fingerspitzengefühl zu zeigen. Nowak sei ihm in seinen nun fast fünf Jahren als erster Bürger Rietbergs immer eine wichtige Stütze gewesen: „Du wirst mir fehlen.“ Sunder hob die erfolgreiche Landesgartenschau 2008, aber auch die Herausforderung der wirtschaftlich schweren Jahre 2009 und 2010 hervor. Und nicht zuletzt die schwierige Zeit der Flüchtlingskrise 2015. „Wir haben sie gemeistert – mit deiner Hilfe, lieber Dieter“, so Sunder.

Jörn Frensemeier als Sprecher des Personalrates erinnerte an Nowaks Zeit im Personalvertretung. „Wir vom Personalrat dürfen uns glücklich schätzen, dich in der Historie als Vorsitzenden gehabt zu haben.“ Auch als Beigeordneter und damit Mitglied des Verwaltungsvorstandes habe er immer einen kollegialen Umgang gepflegt und nicht von oben herab gehandelt.

Vertreter der Politik lobten zum Abschied fraktionsübergreifend die Hilfsbereitschaft Dieter Nowaks und zollten Respekt für seine politische Neutralität und fachliche Kompetenz. Sie dankten aber auch seiner Frau Elfriede, die so manchen Abend auf ihren Mann verzichten muss, der noch lange am Schreibtisch oder in Beratungen gesessen hatte. Die Fachbereichs- und Abteilungsleiter der Verwaltung verabschiedeten sich ebenfalls mit Präsenten von Dieter Nowak.

Eben denen dankte Dieter Nowak in seinem Schlusswort. Denn all das Erreichte in seiner Amtszeit sei stets Teamarbeit der Rathausmannschaft gewesen.

Nowak freute sich zu seiner Abschiedsfeier besonders über die Anwesenheit seines Vorgängers im Amt des Beigeordneten, Stephan Dörhoff, sowie des ehemaligen ehrenamtlichen Rietberger Bürgermeisters Hubert Deittert. Bürgermeister a.D. André Kuper ließ sich entschuldigen. Auch die einstigen Kollegen Hubert Aufderstroth, Herbert Friemel und Georg Hartkamp waren erschienen. Das regelmäßige Kartenspielen soll nun häufiger werden. Und die Familie, insbesondere die Enkelkinder, werden dafür sorgen, dass bei Dieter Nowak keine Langeweile aufkommt.

Bild: Andreas Sunder (rechts) und Ehefrau Kerstin (links) begrüßten Dieter und Elfriede Nowak zur Abschiedsfeier im Alten Progymnasium.

Quelle: Stadt Rietberg