Deutsches Rotes Kreuz zieht Bilanz

Anlässlich der Mitgliederversammlung zog die DRK Gemeinschaft Mastholte aktuell Bilanz von 2015. Es war ein Jahr welches gänzlich anders war als jeder der Anwesenden es ein Jahr zuvor vermutet hätte. So fiel der diesjährige Rückblick auf das Vorjahr gänzlich anders aus.

Traditionell zu Beginn eines neuen Jahres fand beim DRK im südlichen Stadtteil unlängst die Mitgliederversammlung statt.

Beim Rückschau auf das vergangene Jahr wurde erneut sehr plakativ deutlich wie stark sich vor allem die Entwicklungen der Flüchtlingssituation über das Jahr 2015 auf die Arbeit der Rotkreuzler ausgewirkt hat. Was in 2014 noch im Rahmen des Betriebs einer Notunterkunft für ca. 400 Personen in der Polizeischule in Schloss-Holte als „außergewöhnlich“ wahrgenommen wurde, erscheint ein Jahr später in einem anderen Licht. Im Laufe des Jahres 2015 hat das DRK im Kreis Gütersloh, und somit auch die lokalen Rotkreuzhelfer Notunterkünfte für weit mehr als 1.000 Flüchtlinge errichtet, umgebaut und betrieben. Durch die vorausschauende Personalplanung des verantwortlichen Kreisverbandes ist jedoch zu summieren, dass die ehrenamtlichen Kräfte lediglich zu Stoßzeiten intensiv eingebunden wurden, der tägliche Betrieb weitestgehend durch angestellte Kräfte abgewickelt wurde und wird. Durch die Tatsache, dass einige dieser angestellten Kräfte jedoch auch aus der Rotkreuzgemeinschaft Mastholte kommen und sich u.a. nebenberuflich dort engagieren hat die Rotkreuzler vor Ort für die sonstigen Arbeiten und Tätigkeiten so manches Mal zusammenrücken lassen.

Dass die Flüchtlingssituation kreisweit so an den Kapazitäten der Hilfsorganisationen gezerrt hat hatte für das vergangene Jahr ebenfalls die Konsequenz, dass sowohl Großübungen als auch Fortbildungen zunächst abgesagt werden mussten. Aufgrund der guten Qualifikationsmaßnahmen der letzten Jahre blickte der Rotkreuzleiter, Kai Zimmermeier, in seinem Rückblick hier jedoch sehr entspannt zurück. „An dieser Stelle ernten wir nun die Extra-Früchte durch unsere intensive Ausbildung in den letzten Jahren und blicken auf eine sehr gut qualifizierte Mannschaft.“

Rotkreuzleiterin Desiree Hellmann untermauerte dieses mit den Zahlen: „Wir haben in Mastholte 62 ehrenamtliche Mitarbeiter/innen, davon 10 in der Alters- und Ehrenkameradschaft, 17 im Sozialen Arbeitskreis und 35 im Einsatzdienst.

Mit diesen Helfer/innen haben wir nicht nur eine sehr gute fachliche Qualifikation in unseren Fachgebieten, vielmehr sind zahlreiche unserer Helfer auch für Führungsaufgaben auf verschiedensten Ebenen ausbildet, ebenso wie wir auch zahlreiche Gebiete unserer Arbeit selbst ausbilden dürfen.“

RoMo_Einsatzleitung01 (C)Neben der Flüchtlingsarbeit lagen die Einsatzgebiete der ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer unverändert bei der Absicherung vieler Veranstaltungen im Stadtgebiet, anfangen mit kleineren Veranstaltungen über die Schützenfeste des Stadtgebietes bis hin zum Karnevalstreiben als sicherlich größten Einsatz. Im Jahr 2015 reihte sich dann noch die sanitätsdienstliche Absicherung des Erntedankumzuges in Mastholte mit in den Veranstaltungskalender, dieser findet nur alle fünf Jahre statt.

Fortbildungen2015Auch überregional waren die Mastholter Helfer in 2015 erneut aktiv: Neben Aus- und Weiterbildungen z.B. in Münster reisten die Helfer mit dreizehn Mann auch im Jahr 2015 für drei Tage für den DRK-Landesverband zum alljährlichen Landeswettbewerb um dort mit weiteren Helfern des Landesverbandes rund um die Uhr für das leibliche Wohl der 700 Gäste zu sorgen.

Über alle Bereiche gesehen, summierte sich das Engagement der ehrenamtlichen Helfer/innen der Gemeinschaft im Jahr 2015 auf fast 6.000 Stunden.

RoMo Einsatzfahrzeuge 03Ebenfalls schauen die Rotkreuzler mit dem Blick zurück auf zwei Änderungen in der Fahrzeugausstattung: So war es Anfang 2015 möglich aufgrund von zwei Großspendern einen über 20 Jahre alten PKW gegen einen gebrauchen neueren Alters auszutauschen welcher bereits zum letztjährigen Karneval gleich als Notarztfahrzeug seine Einsatztaufe im DRK erfuhr. Desweiteren hat der Ortsverein sich im vergangenen Jahr aus Notwendigkeit der Flüchtlingsbetreuung einen Kühlanhänger gekauft welcher umgehend nach Erwerb an die Notunterkunft in Rheda-Wiedenbrück gebracht wurde und dort nach wie vor im steten Einsatz eingebunden ist.

Die Rotkreuzler sind stets erfreut über Menschen welche sich direkt oder indirekt ebenfalls im Verein engagieren möchten, selbstverständlich ist auch ein Engagement nur in einzelnen Bereichen des Roten Kreuzes ohne Probleme möglich.

Interessen sind auf jedem Gruppentreffen am 1. und 3. Mittwoch eines jeden Monats ab 19:30 Uhr im DRK-Zentrum an der Stukemeyerstrasse 44 in Mastholte herzlich willkommen. Weitere Informationen, sowie Kontaktdaten sind ebenfalls auf www.drk-rietberg.de zu finden.