Bürgerradweg zwischen Varensell und Verl geht voran

Am Rande der Varenseller Straße nimmt der lange geplante Radweg Formen an. Auf einer Länge von mehr als einem Kilometer gibt es keinen Fahrradstreifen – nun soll die Lücke geschlossen werden. Aus Varensell kommend endet der Radweg bisher auf Höhe des Westfalenweges. Auf Rietberger Gebiet fehlen 670 Meter, auf Verler Grund – von der Bronzestraße bis zur Gütersloher Straße – 540 Meter. Dass die Lücke geschlossen werden muss, ist seit vielen Jahren Wunsch der Bürger.

„Ich bin froh, dass es nun endlich voran geht“, sagt Andreas Sunder. Rietbergs Bürgermeister hatte das Thema seinerzeit in den Bürgerversammlungen aufgegriffen und in Absprache mit seinem damaligen Amtskollegen in Verl in die richtigen Bahnen gelenkt. Die Ratsmitglieder Anneliese Schulte-Döinghaus aus Varensell und Ulrich Pollmüller aus Verl hatten mit mehr als 500 gesammelten Unterschriften den Lückenschluss unterstützt. Der soll nun als Bürgerradweg realisiert werden. Als Bürgerradweg – weil die Bürger selbst tatkräftig mithelfen. Pollmüller hatte von seinem Arbeitgeber, der Paul Kuhn GmbH in Verl, einen Bagger zur Verfügung gestellt bekommen. Damit hat er die ersten Kubikmeter Oberboden abgetragen. An einigen Stellen 20, an anderen sogar bis zu 70 Zentimeter tief hatte er ausschachten müssen. Bisher nur auf Rietberger Gebiet. Anschließend geht es auf dem Verler Abschnitt weiter. Ende Oktober soll der Bürgerradweg fertig sein, so der grobe Zeitplan.

Pollmüller selbst wohnt an der Bronzestraße und muss mit seinem Rad bisher einige Umwege fahren, um die gefährliche Fahrt direkt auf der Varenseller Straße zu vermeiden. Gleiches gilt für Günter Frenz. Sein Hof liegt an der Varenseller Straße. Er hat – wie manch anderer Anlieger auch – einen rund vier Meter breiten Streifen seiner Flächen für den Radweg abgegeben.

Mit dem Modellprojekt Bürgerradwege ermöglicht es das Land, Radwege an Landesstraßen unbürokratisch auch dann zu realisieren, wenn im normalen Bauprogramm dafür keine Mittel zur Verfügung stehen. Notwendig ist dafür das bürgerschaftliche Engagement vor Ort: Dann kann mit Beteiligung lokaler Bauunternehmen und in Kooperation mit Stadt, Kreis und Landesbehörde eine Fahrradverbindung mit reduziertem Standard gebaut werden. Dennoch entsprechen auch Bürgerradwege immer dem Stand der Technik und den Sicherheitsanforderungen.

Bild: Ulrich Pollmüller (links) und Günter Frenz sind zufrieden mit den ersten Schritten für den neuen Bürgerradweg zwischen Verl und Varensell. Foto: Stadt Rietberg

Quelle: Stadt Rietberg