Blick in die Zukunft zeigt Leben 2050

„Wie wohnen wir, wie ernähren wir uns und wie werden wir uns in gut 30 Jahren fortbewegen?“ Das waren zentrale Fragen, die sich Schüler des Gymnasiums Nepomucenum Rietberg jetzt gestellt haben. Denn der Kursus Umwelt und Technik der Klasse 8 hatte im Rahmen der Erstellung des Masterplans 100 Prozent Klimaschutz der Stadt Rietberg eine Vision für das Jahr 2050 entwickelt.

Natürlich kann niemand die Entwicklungen der nächsten Jahrzehnte voraussagen. Dennoch haben die Schüler die Aufgabe gelöst und einen Blick in die Zukunft gewagt. Und so sieht das Leben 2050 demnach aus: Autos erzeugen mit Photovoltaikmodulen ihren eigenen Strom, die Rietberger leben in größeren, gemeinschaftlich genutzten Häusern, wo selbst der Grill seine eigene Energie produziert.

Eine andere Gruppe zeichnete ein erschreckendes Bild vom Jahr 2050: Es gibt zu viele Menschen auf der Erde. Grünflächen sind rar, Sauerstoff ist Mangelware. In überdimensionalen Gewächshäusern wird Gemüse angebaut. Es versteht sich von selbst, dass die Schüler nicht möchten, dass ihr Szenario Realität wird.

Stromversorgung 2015: Louis Keiner (links) und Mathis Vogelsang setzten auf regenerative Energien, die sogar Hubschrauber, aber auch den einheimischen Grill versorgen.

Mit einem Selbstversuch hatte eine weitere Gruppe losgelegt: Sie entwickelte eine bunte Pille, die Saures süßer und somit genießbarer macht. Möglich wird das durch eine kleine unscheinbare Beere aus Westafrika, die äußerlich der Hagebutte ähnelt. Mit Drogen hat das nichts zu tun. Ob solche Stoffe im Jahr 2050 wirklich zum Einsatz kommen, bleibt abzuwarten.

Mit der Schulaktion ist der öffentliche Teil zur Erstellung des Masterplans ‒ 100 Prozent Klimaschutz beendet. Neben dem Schul- und Bildungsbereich werden die Mobilität und die Vernetzung im Wirtschaftsbereich Schwerpunkte im Masterplan bilden. In den kommenden Wochen sollen die Ergebnisse des seit einem Jahr laufenden Projekts unter der Federführung der städtischen Klimamanagerin Birgit Frerig-Liekhues zusammengestellt werden. In den zuständigen Gremien, dem Klimabeirat, dem Umwelt- und Klimaausschuss und dem Stadtrat werden sie diskutiert und dann verabschiedet. Ziel ist es, die Maßnahmen in den kommenden Jahren nach und nach umzusetzen.

Titelbild: Mangelware Grünflächen – Alissa Springensguth entwickelte mit ihrer Gruppe ein nachdenklich stimmendes Modell. Die Bevölkerung der Erde hat so enorm zugenommen, dass die Lebensmittel in überdimensionalen Gewächshäusern angebaut werden müssen.

Quelle: Stadt Rietberg