Bierhaus, Bar & Braterei 1643 in Rietberg öffnet seine Tore

Es war lange Zeit die größte Baustelle der Stadt Rietberg und zwischendurch auch das „Geisterhaus“ der Innenstadt! Jetzt ist der Umbau endlich zu Ende und wir dürfen definitiv verkünden: Das Warten hat sich gelohnt. Seit dem gestrigen Mittwoch hat das 1643 in Rietberg seine Pforten geöffnet und versucht nun, die Gunst der Rietberg für sich zu gewinnen. Auf zwei Etagen bietet sich den Gästen eine gemütliche Atmosphäre mit beeindruckendem Ambiente.

Die ehemalige Gaststätte „Koch“ oder auch „Ratsschänke“ war im vergangenen Jahr bereits einmal geöffnet: Während der Karnevalsfeiertage durften die Feierwütigen schon im Inneren das ein oder andere Bierchen trinken und das Tanzbein schwingen. Allerdings war zu dem Zeitpunkt absolut noch nicht erkennbar, welch klasse Location sich hieraus entwickeln würde. Seit Mittwoch nun ist das 1643 in Rietberg für alle geöffnet und bietet dabei einen spannenden Querschnitt aus Alex, Bar Celona und Kellerkneipe.

Über zwei Etagen strecken sich nunmehr über 100 Sitzplätze, die in den kommenden Tagen schon weitestgehend ausgebucht sind. Eine logistische Meisterleistung muss also Tag für Tag und Abend für Abend her, um alle Gäste zügig und zufriedenstellend bewirten zu können. Zumal die Speisekarte nicht gerade klein geraten ist: Diese reicht vom normalen Champignon-Rahm-Schnitzel, über Pizza und Pasta bis hin zu Entenkeule und Rumpsteak. Dementsprechend dürfte wirklich jeder auf seine Kosten kommen, wenn er im 1643 in Rietberg etwas essen möchte.

Speisekarte: (Klick zur größeren Darstellung)

 

Ansonsten bietet sich die vom Ambiente her nun schönste Gaststätte der Stadt Rietberg auch optimal als Lounge für ruhige Cocktailabende und das verdiente Feierabendbier an der großen Theke als Eye-Catcher in der Mitte des Raumes. Dort kann sich der Gast zwischen acht verschiedenen, frisch gezapften Biersorten entscheiden oder sich zusammen mit seinen Freunden und Bekannten an den „Modernen Stammtisch“ setzen, um sich das Bier an den eigenen Zapfhähnen am Tisch zu zapfen. Eine Idee, die vor allem bei Stammtischgruppierungen und Co. sehr gut ankommen wird.

Negativer Kritikpunkt ist aber definitiv der Platzierung der Sanitär-Räume bzw. den Toiletten. Die befinden sich nämlich ausnahmslos im oberen Geschoss, welches sich wie ein Balkonkranz über dem Thekenbereich befindet. Denn gerade Besucher älteren Semsters, sowie Menschen mit körperlicher Behinderung sind hier eingeschränkt und sogar ausgenommen. Denn der Weg ins obere Geschoss erfolgt ausschließlich über eine Holztreppe, die für eben diese Besucher nur kaum oder garnicht zu benutzen ist.

Es wird allerdings dauern, bis man ein wirkliches Urteil über das 1643 Rietberg fällen kann, denn die ersten Tage, Wochen und Monate wird man mit dem großem Ansturm und der Neugier der Rietberger Bevölkerung zu kämpfen haben, die bei jedem Besuch – das ist vor allem bei uns Deutschen nunmal so – die negative Nadel im Heuhaufen suchen werden. Sicherlich wird das Team der Betreiber-Familie Strunz ebenfalls einige Zeit brauchen, bis man sich komplett eingespielt hat. Dennoch ist der erste Eindruck wirklich hervorragend, denn das Ambiente ist ein echter Hingucker!