„Bereitschaft da, sich für den eigenen Ort zu engagieren“

Einige Jahre haben sie pausiert, jetzt nehmen die Runden Tische wieder Fahrt auf. Weil im Rietberger Rathaus weiteres Personal zur Verfügung steht, bekommt nun zusätzlich Gewicht, was dem Bürgermeister schon seit langem am Herzen liegt: „Wir wollen den Ideenpool unserer Bürger so oft wie möglich anzapfen“, wünscht sich Andreas Sunder. Der Startschuss fällt am 22. Oktober in Mastholte. In allen sieben Stadtteilen soll es wie bereits angekündigt noch in diesem Herbst Runde Tische für alle Rietberger geben.

Mit diesem Angebot geht Andreas Sunder so unkompliziert wie möglich auf die Bürger zu. Die sollen mit ihren Ideen und Anregungen dazu beitragen, ihren Ortsteil fit zu machen für die Zukunft. „Das ist auch ein Beitrag gegen die wachsende Politikverdrossenheit“, hofft Andreas Sunder und verspricht, „wer sich einmischt, kann auch etwas für seinen Ort bewegen“.

Sunder freut sich, dass der Prozess der Bürgerbeteiligung nun endlich in geordnete Bahnen gelenkt wird. Im vergangenen Jahr gab es übergangsweise sehr gut besuchte Bürgerversammlungen in allen Ortsteilen, die aber lediglich informativen Charakter hatten. Jetzt steht mit Juergen Wohlgemuth ein neuer Mitarbeiter im Rathaus parat, zu dessen Aufgabenbereich genau diese Bürgerbeteiligung zählt.

Einige Themen wollen Bürgermeister Andreas Sunder und Stadtmarketing-Mitarbeiter Juergen Wohlgemuth für jeden Ort vorgeben, weitere dürfen in den einzelnen Gesprächsrunden spontan dazukommen. Wer schon jetzt ein Thema für seinen Ortsteil „anmelden“ möchte, schickt eine E-Mail an juergen.wohlgemuth@stadt-rietberg.de oder meldet sich im Rathaus unter Telefon (05244) 986193.

„Bürger weiß am besten, wo es hakt“

Von der Wiederaufnahme der Runden Tische erwartet Juergen Wohlgemuth viele Anregungen für die künftige Entwicklung der sieben Rietberger Stadtteile. „Dass die Bürgerversammlungen im vergangenen Jahr so gut besucht waren hat gezeigt, dass das Interesse und die Bereitschaft grundsätzlich da ist, sich für den eigenen Ort zu engagieren“, geht Juergen Wohlgemuth den Neustart optimistisch an. „Die Bürger wissen schließlich selbst am besten, wo es hakt und was als nächstes erledigt werden muss, um ihren Stadtteil attraktiver zu gestalten.“

Für Sunder und Wohlgemuth ist dabei wichtig, dass das Angebot für alle Bürger möglichst niederschwellig ist. „Es ist keine Anmeldung nötig und niemand verpflichtet sich, auch dauerhaft dabei zu bleiben“, so Wohlgemuth. „Sich einmischen ist durchaus erwünscht“, sagt Andreas Sunder. Für den Bürgermeister ist es „ein wichtiges Anliegen, die Bürger mitzunehmen und deren Ideen bei der weiteren Entwicklung Rietbergs zu berücksichtigen. Schließlich ist es ihre Stadt, in der sich die Menschen wohl fühlen sollen“.

Los geht’s am Mittwoch, 22. Oktober, um 19 Uhr im Haus Reilmann in Mastholte. Am Montag, 27. Oktober, tagt der Runde Tisch im Pfarrheim in Westerwiehe. Am 4., 10. und 13. November sind Neuenkirchen, Bokel und Druffel an der Reihe. Für Varensell und Rietberg befinden sich die Termine noch in Vorbereitung.

Im kommenden Jahr sind weitere Runde Tische geplant, die thematisch auf den vorherigen aufbauen, Fortschritte vergleichen und Ergebnisse vermelden sollen.