Ausstellung mit Werken von Armin Mueller-Stahl und Günter Grass

Das Museum Wilfried Koch zeigt vom 2. April bis zum 7. Mai 2017 eine Ausstellung mit über 50 Graphiken, Radierungen und Lithographien sowie fünf Bronzeskulpturen von Armin Mueller-Stahl und Günter Grass.

Entsprechend dem Titel der Ausstellung „OST trifft WEST“ übernehmen zwei Politikerinnen die Schirmherrschaft über die zwei kunstschaffenden Herren, die Landtagspräsidentinnen von Brandenburg und Nordrhein-Westfalen, Britta Stark und Carina Gödecke.

Die Kunstausstellung „OST trifft WEST“ ist als Wanderausstellung konzipiert und wird in Rietberg und Düsseldorf sowie in Eberswalde und Potsdam zu sehen sein. Die Ausstellung ist in ihrer Art ein Novum. Viele Akteure haben zu ihrem Zustandekommen beigetragen. Bereits seit 1990 gibt es eine Partnerschaft zwischen den Bundesländern Brandenburg und Nordrhein-Westfalen. Sie wurde von den damaligen Ministerpräsidenten Manfred Stolpe und Johannes Rau begründet. „OST trifft WEST“ soll einen Beitrag zu dieser Partnerschaft leisten.

Armin Mueller-Stahl und Günter Grass weisen beide eine Ost-West-Vita vor. Der eine wurde in Tilsit am 17. Dezember 1930, der andere in Danzig am 16. Oktober 1927 geboren. Der eine wurde für den Oscar nominiert, der andere empfing den Literaturnobelpreis. Beide vereint ihr Multitalent. Armin Mueller-Stahl, ein studierter Konzert-Violinist sowie Musikwissenschaftler (Ost-Berlin) wurde später Schauspieler, Schriftsteller und Maler. Der studierte Bildhauer und Graphiker (Düsseldorf) Günter Grass erzielte seinen Durchbruch als Schriftsteller.

Beide Künstler zeichnet eine Mehrfachbegabung aus. Die ist gar nicht so selten und für die Künstler selbst ein offenbar recht selbstverständliches Phänomen. Goethe, Friedrich Dürrenmatt, Bob Dylan und auch der namensgebende Künstler des Museums Dr. Wilfried Koch verstanden und verstehen sich als vielseitig schöpferische Menschen.

Es kommt alles aus einer Quelle. Die Energien sind die gleichen beim Spielen, Malen, Zeichnen (…). Da ist kein großer Unterschied. Das Einzige, was ich entdeckte, was ich glaubte, nicht zu können, ist das Schreiben“, so Armin Mueller Stahl über seine Begabungen. Der ehemalige Bundespräsident Joachim Gauck schrieb über Günter Grass: „Sein Werk ist ein beeindruckender Spiegel unseres Landes und ein bleibender Teil seines literarischen und künstlerischen Erbes.“

Für die Ausstellungsmacher von „OST trifft WEST“ stellen Armin Mueller-Stahl und Günter Grass nicht nur würdige Repräsentanten ihres Genres dar, sondern sie verkörpern das pluralistische, demokratische und moderne Deutschland par excellence.

Die Ausstellung wird am Sonntag, 2. April, um 11 Uhr im Kunsthaus Rietberg – Museum Wilfried Koch (Emsstraße 10, 33397 Rietberg) eröffnet. Alle Kunstinteressierten sind hierzu eingeladen.

Die regulären Öffnungszeiten sind Dienstag bis Freitag 14.30 Uhr bis 18 Uhr, Samstag, Sonntag und an Feiertagen von 11 bis 18 Uhr.

Der Eintritt beträgt fünf Euro, ermäßigt 2,50 Euro.

Bild: Günter Grass – An der Küste, Algraphie (2005)

Quelle: Stadt Rietberg