Ausgezeichnete Klimabotschafter

Wie rettet man die Erde? Am besten in vielen kleinen Schritten. Und nur dann, wenn alle mitmachen. Die Stadt Rietberg hat jetzt gemeinsam mit der Firma Innogy (vorher RWE) zum achten Mal einen Klimaschutzpreis verliehen. Dieses Mal waren Kinder und Jugendliche aufgefordert, sich als Klimabotschafter mit eigenen Ideen zu beteiligen. Insgesamt 2500 Euro Preisgeld ist jetzt unter den Gewinnern verteilt worden.

Sieben Projektgruppen – davon fünf vom Gymnasium Nepomucenum – haben eine Auszeichnung erhalten. Jeweils eine Urkunde und Preisgeld gingen im Rahmen einer Feierstunde im Rietberger Schulzentrum an die Gruppen. Die Teilnehmer hatten sich ganz unterschiedlich an die Aufgabe herangewagt. Rietbergs Bürgermeister Andreas Sunder, Klimaschutzmanagerin Birgit Frerig-Liekhues und Manfred Rickhoff von der Firma Innogy zeigten sich sehr angetan von den Projektbeiträgen, die sich alle auf unterschiedliche Art und Weise mit dem Thema Klimaschutz beschäftigen. Jüngster Teilnehmer war Moritz Burghardt. Der Elfjährige hat ein Solarwindrad aus Lego entworfen und selbst gebaut. Seine Idee: „Die Windräder haben so viel ungenutzte Fläche. Da könnte man doch gut Solarmodule anbringen und die Sonnenenergie einfangen.“ Der Clou an seinem Modell: Es lässt sich in sämtliche Himmelrichtungen drehen und neigen, damit es der Sonne optimal folgen kann.

Weitere Preisträger waren Emily (17) und Elias (16) Daub-Diekhoff. Die Geschwister haben aus Altkleidern eine „Prima-Klima-Tasche“ genäht – symbolisch dafür, dass niemand mehr mit Plastiktüten die Umwelt belasten muss. Die Schülervertretung des Gymnasiums präsentierte ein selbst gestaltetes Bild einer Weltkugel, die von zwei Händen gehalten wird. Das Motto: Wir haben es in der Hand, etwas zu verändern. Den Preis nahm Luis Lütkehellweg stellvertretend entgegen.

Mit dem CO2-Ausstoß auf dem Weg zur Schule haben sich Sophie Sandbote, Lena Schulte, Natalie Krämer, Leonie Schmidt und Alina Diekhans (alle Klasse 8) beschäftigt. Wie man am besten Strom spart, das wurde von Matthias Vogelsang, Zerdest Yadel, Lasse von Eitzen und Louis Kleiner (alle Klasse 8) thematisiert. Wie positiv sich der Einsatz von recyceltem Papier in Schule und Büro bemerkbar macht, darüber klärten Jannik Schulz, Ethem Tuncel und Moritz Potthoff (alle Klasse 8) auf. Wie viel (vermeidbarer) Plastikmüll jedes Jahr in den Schulklassen anfällt, das recherchierten Meike Blomberg, Lea Habig, Sarah Wessels und Alissa Springensguth (alle Klasse 8).

Sämtliche Beiträge werden demnächst zu den regulären Öffnungszeiten im Bürgerbüro der Stadt Rietberg zu sehen sein. Bürgermeister Andreas Sunder begrüßte ausdrücklich das Engagement der jungen Umweltfreunde: „Ich finde es klasse, wie professionell und tiefgreifend Ihr Euch mit diesen Themen auseinandergesetzt habt.“ Auch Manfred Rickhoff von der Firma Innogy betonte, sein Unternehmen unterstütze diesen Preis sehr gern, denn „wir lesen immer nur von den großen Projekten zum Thema Klimaschutz. Dabei sind die vielen kleinen mindestens genauso wichtig. Und die würdigen wir gern“.

Bild: Prima Klima bei der Preisverleihung – Sieben Gruppen und Projekte sind mit dem Klimaschutzpreis der Firma Innogy und der Stadt Rietberg ausgezeichnet worden. Das Foto zeigt die Preisträger gemeinsam mit Manfred Rickhoff von der Firma Innogy (Dritter von links), Bürgermeister Andreas Sunder (Siebter von links) und Klimamanagerin Birgit Frerig-Liekhues (Elfte von links). Foto: Stadt Rietberg

Quelle: Stadt Rietberg