Alkoholprävention: Jugendliche besonders im Blick

In Sachen Jugendschutz, speziell im Bereich der Alkohol- und Drogenprävention, freut sich die Stadt Rietberg jetzt im Vorfeld des Straßenkarnevals über die Unterstützung der Kreispolizeibehörde Gütersloh. Mitarbeiter der Abteilung Sicherheit & Ordnung, Straßenverkehr haben sogenannte Alkoholkontrollscheiben jetzt gemeinsam mit den Polizeibeamten des Bezirksdienstes sowie Kriminaloberkommissarin Vanessa Ogan an Rietberger Verkaufsstellen verteilt.

Sie sprachen überall dort vor, wo Alkohol verkauft wird: im Getränkehandel in Gaststätten, Tankstellen und Supermärkten. Überall hinterließen sie die aktuellen Alkoholkontrollscheiben, die den Verkäufern und Kassierern eine Hilfe sein sollen bei der Entscheidung, ob sie jungen Leuten alkoholhaltige Getränke verkaufen dürfen. Man stellt für die 2018 maßgeblichen Geburtsjahre 2002 (16 Jahre) und 2000 (18 Jahre) das aktuelle Tagesdatum ein und kann bei einem Blick auf den Ausweis des Käufers sogleich feststellen, ob und welcher Alkohol nach dem Jugendschutzgesetz verkauft werden darf. Jugendliche ab 16 dürfen Bier, Wein und Sekt kaufen. Harte Alkoholika wie Spirituosen, Schnaps und Alkopops allerdings erst ab 18.

Vanessa Ogan ist bei der Kreispolizeibehörde im Bereich der Kriminalprävention neben dem Jugendschutz und der Jugendkriminalität auch für die Alkohol- und Drogenprävention zuständig. Dass sie und ihre Kollegen vom Bezirksdienst die Verteilaktion in Rietberg unterstützen, freut Martina Venne, Leiterin der städtischen Abteilung Sicherheit & Ordnung, Straßenverkehr: „Das ist für uns eine Entlastung und eine schöne Ergänzung unserer gut funktionierenden Ordnungspartnerschaft mit der Polizei.“

Wenn an Altweiber und an Rosenmontag in der Rietberger Innenstadt Karneval gefeiert wird, sind Kriminaloberkommissarin Vanessa Ogan und ihre Kollegen genau wie die Mitarbeiter der Abteilung Sicherheit & Ordnung, Straßenverkehr natürlich auch wieder vor Ort. „Wie in den vergangenen Jahren auch, werden wir Jugendliche gezielt ansprechen und sehen, ob und welche Art von Alkohol sie konsumieren.“ Haben sie Getränke dabei, die sie ihrem Alter entsprechend nicht trinken dürfen, werden diese sichergestellt.

Zusätzlich will Vanessa Ogan im Gespräch mit jungen Mädchen über K.O.-Tropfen aufklären und Informationskarten und sogenannte Spikeys verteilen. Dieser Getränkeschutz kann auf Flaschenhälse gesetzt werden, um so das Einfüllen von K.O.-Tropfen zu verhindern. K.O.-Tropfen verwenden Täter vorrangig, um ihre Opfer auszurauben oder gar zu vergewaltigen.

Bild: Hauptkommissar Heinrich Gutzler, Kriminaloberkommissarin Vanessa Ogan, Joachim Weißer vom Ordnungsamt, Hauptkommissar Hubert Teckentrup und Martina Venne, Leiterin der städtischen Abteilung Sicherheit & Ordnung, Straßenverkehr (von links), zeigen die Alkoholkontrollscheiben, bevor sie an Getränkehändler und Gastronomen verteilt wurden. Foto: Stadt Rietberg

Quelle: Stadt Rietberg