24 Projekte in der Stadt mit 26.600 Euro gefördert

Trotz geringer Zinserlöse ist es der Bürgerstiftung Rietberg gelungen, im Jahr 2016 mehr als 26.000 Euro an Fördergeldern an Vereine, Gruppen und Einrichtungen im Stadtgebiet Rietberg auszuschütten. Mit 166 Stiftern und einem Stiftungskapital von 1,931 Millionen Euro zählt die Bürgerstiftung Rietberg zu den größten zehn Prozent der Stiftungen in Deutschland. Diese Zahlen legte die Geschäftsführung jetzt dem Stifterrat vor.

Insgesamt 24 Projekte und Maßnahmen im Stadtgebiet sind allein 2016 mit 225 Euro oder mehr gefördert worden. Viele Vereine und Gruppen haben davon profitiert, ebenso Kindergärten und Schulen oder das Kunsthaus Rietberg und die Sommer-Ferienspiele. Die höchste Fördersumme, 3600 Euro, ging an ein Integrationsprojekt mit Flüchtlingskindern: An der Gemeinschaftshauptschule erhalten sie Deutschunterricht. „Dieses Projekt finden wir so toll, das werden wir erneut unterstützen“, so Heinrich Rasche vor dem Stifterrat.

Größtes Projekt war im Jahr 2016 die bis dahin 3. »Schnatter-Regatta« mit rund 2500 gelben Rennenten auf der Ems. 76 Sachpreise wurden an die Teilnehmer vergeben und ein Überschuss in Höhe von 4600 Euro für die Zwecke der Bürgerstiftung erwirtschaftet.

Ein intensiv betreutes Projekt ist zudem die Ehrenamtskarte. Wer sich in Rietberg regelmäßig ehrenamtlich engagiert, kann diese Karte erhalten, die gewisse Ermäßigungen bei 25 Unternehmern, Geschäftsleuten, Gastronomen und öffentlichen Einrichtungen in Rietberg, aber auch in anderen Städten und Gemeinden ermöglicht. Bis Jahresende 2016 hat die Bürgerstiftung Rietberg 116 Ehrenamtskarten ausgegeben.

Mit Erträgen in Höhe von 39.300 Euro und Aufwendungen von 47.964 Euro hat die Bürgerstiftung 2016 ein solides Jahr abgeschlossen. Die Differenz von 8.664 Euro wurde der satzungsmäßigen Rücklage entnommen – die sich allerdings nun dem Ende neigt. In Zeiten geringerer Zinserlöse ist die Bürgerstiftung verstärkt auf Spenden angewiesen. „Konnten wir in den Anfangsjahren 2003 und 2004 noch mit Wertpapiererträgen in Höhe von rund 60.000 Euro rechnen“, so Heinrich Rasche, „sind es jetzt nur noch rund 15.000 Euro jährlich.“ Deshalb freut sich Kuratoriumsvorsitzender Norbert Laumeier, der nun fast ein Jahr lang im Amt ist, besonders, mit der Bäckerei Liening den ersten Dauerspender zu begrüßen, der jährlich 500 Euro (oder mehr) an die Stiftung gibt.

Laumeier bedankte sich im Rahmen der Stifterratssitzung bei Christoph Ruoff, einem seiner Amtsvorgänger. Ruoff ist Geschäftsführer der Wirus Fenster GmbH & Co. KG mit Sitz in Mastholte, die die Sitzungsteilnehmer zu Beginn besichtigt hatten. „Ein absolutes Vorbildunternehmen“, so Bürgermeister und Vorstandsvorsitzender Andreas Sunder bei der offiziellen Begrüßung des Stifterrates und nach dem Betriebsrundgang. Der Fenster- und Türenhersteller zeichnet sich durch schnelle Lieferzeiten aus, die das Unternehmen zu einem der führenden Fensterhersteller Deutschlands werden ließen.

Bild: Vorstandsvorsitzender Andreas Sunder (links) und Kuratoriumsvorsitzender Norbert Laumeier (rechts) bedankten sich bei Hausherr Christoph Ruoff.

Quelle: Stadt Rietberg